29. Januar 2018 Wetter & Jahreszeiten

Das Wetter 2017: Wieder sehr warm

Zum Jahresbeginn sehr kalt, dann sehr warm, und im Frühling wieder Frost: Das Wetter im vergangenen Jahr war oft extrem. Und wenn man die durchschnittliche Temperatur betrachtet, gehört 2017 zu den wärmsten Jahren, die je gemessen wurden.

„Das Wetter spielt mal wieder verrückt“ – dieser Satz war im vergangenen Jahr vermutlich besonders oft zu hören. Denn laut dem Deutschen Wetterdienst war das Wetter 2017 unbeständig und oft extrem. Und insgesamt war es deutlich wärmer als im Durchschnitt. Das Jahr 2017 gehört zu den acht wärmsten Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im in 1881.

Verrücktes Wetter in 2017: Die Liste der Fachleute

Die Wetterfachleute zählen eine ganze Reihe von verrückten Wetterereignissen auf. Sie nennen das allerdings nicht verrückt, sondern sprechen von „extremen Ausprägungen“. Damit meinen sie, dass so etwas nur sehr selten vorkommt.

Zum Beispiel gab es im Januar strengen Frost, im Februar schien der Winter sich schon zu verabschieden. In vielen Regionen fiel keine einzige Schneeflocke. Und der März 2017 war der wärmste März, der je in Deutschland gemessen wurde. Dafür gab es dann im April schon wieder Frost. Eine Katastrophe für viele Pflanzen. Viele Obstbäume zum Beispiel hatten wegen der Wärme im Frühjahr schon Blüten, die durch die Minusgrade zerstört wurden. Im Mai gab es dann schon die erste Hitzewelle mit Temperaturen wie im Hochsommer. Der Sommer war verregnet und der Oktober war wieder ein Rekordmonat: Es war der wärmste Oktober seit Beginn der Messungen im Jahr 1881.

Was hat das Wetter mit dem Klimawandel zu tun?

Treibhauseffekt

Was ist der Grund für den Klimawandel?

 

Auch wenn das Wetter noch so "verrückt" ist, kann man nicht sagen, dass der Klimawandel der alleinige Grund dafür ist. Denn das Wetter kann immer sehr wechselhaft und extrem sein – das war früher schon so und wird auch in Zukunft so bleiben. Trotzdem hat der Klimawandel etwas mit dem Wetter zu tun. Denn durch den Treibhauseffekt sammelt sich mehr Wärmeenergie in der Atmosphäre, der Lufthülle um die Erde.

Das heißt nicht, dass es an jedem einzelnen Tag wärmer wird. Aber: Die auf Dauer kann sich das darauf auswirken, wie häufig bestimmte Wetterereignisse auftreten. Unter anderem wird extremes Wetter häufiger – zum Beispiel Hitzewellen oder starker Regen. Klimafachleute erwarten für Hessen, dass es in Zukunft mehr heiße Tage geben wird, mehr Trockenheit im Sommer und mehr Niederschlag im Winter.

Weil die Veränderungen Probleme verursachen, gibt es auch in Hessen seit längerem Bemühungen, das Klima zu schützen. So hat Landesregierung einen Klimaschutzplan aufgestellt. Ziel ist, den Ausstoß von Treibhausgasen in Hessen zu senken.

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