21. März 2018 Einkaufen & Leben

Dein Einkauf, dein Alltag und die Umwelt

T-Shirts shoppen, das Handy aufladen, einen Burger am Imbiss essen: Alltäglich kaufen und verbrauchen wir etwas. Das wird Konsum genannt. Auf dieser Themenseite findest du alle Infos von ÖkoLeo über Konsum und Umweltschutz.

Was hat Konsum mit Umwelt zu tun?

Zwei Jungen mit Smartphones an der Straße sitzend.
Ob Smartphone oder Spielekonsole: Elektronische Geräte brauchen Strom. (Bild: naturaddict/ pixabay.com/ Public Domain)

Täglich kaufen, verbrauchen oder benutzen wir eine Menge Dinge. Das wird Konsum genannt. Stell dir vor, wie alle diese Dinge hergestellt werden: Dann wird klar, dass Konsum immer etwas mit der Umwelt zu tun hat.

Um zum Beispiel ein Handy herzustellen, werden Rohstoffe gebraucht. Alle Rohstoffe werden ursprünglich der Natur entnommen. Manchmal ist es offensichtlich, dass dabei Schaden entsteht. Zum Beispiel, wenn ein Tagebau gegraben wird, um Metalle für die Elektronik in dem Handy zu fördern.

Aber auch wenn wir die Produkte benutzen, wirkt sich das auf die Umwelt aus. Zum Beispiel, wenn sie Strom verbrauchen. Und zuletzt werden alle Produkte zu Abfall. Dabei gibt es ein Umweltproblem, das jedes Kind kennt: Manche Abfälle werden nicht richtig entsorgt. Herumliegender Müll ist nicht nur hässlich, sondern kann Pflanzen und Tieren schaden. Besonders schädlich ist das, wenn die Abfälle giftige Stoffe enthalten.

Wie ein Produkt mit der Umwelt zusammenhängt, kann man beurteilen, wenn man alle Schritte seines Lebensweges betrachtet. Er beginnt mit der Gewinnung der Rohstoffe. Dann kommen Herstellung, Transport, Nutzung und Entsorgung. Manchmal wird auch gesagt, dass jedes Produkt einen "ökologischen Rucksack" trägt. Darin befinden sich alle Umweltwirkungen, die auf seinem Lebensweg zusammenkommen. Mehr über den ökologischen Rucksack erfährst du in diesem ausführlichen ÖkoLeo-Artikel.

Mehr, als die Erde verträgt

Warum kann es ein Problem sein, wenn die Menschen viel kaufen und verbrauchen? Weil wir für die vielen Produkte darauf angewiesen sind, was der Planet zur Verfügung stellt. Zum Beispiel Rohstoffe. Die Menschen nutzen auf vielfältige Weise die Schätze der Natur – allerdings mehr, als die Erde verträgt. Es müsste 1,7 Erden geben, um den Bedarf zu decken, hat eine Umweltschutzorganisation ausgerechnet. Mehr erfährst du hier.

Saftflasche mit Produktsiegel bio und fairtrade.
Produktsiegel helfen Dir, beim Einkauf auf den Umweltschutz zu achten. (Bild: oekoleo.de/ CC BY 2.0)

Umweltverträglich konsumieren: So helfen Produktsiegel

"Bio"-Produkte kennst Du sicher. Vielleicht hast Du auch schon von "Fairtrade"gehört? Wer genau hinschaut, kann in den Läden eine Menge Produktsiegel entdeckten. Sie können helfen, beim Einkauf auf den Umweltschutz zu achten. ÖkoLeo erklärt hier, was hinter den Siegeln steckt. 

Muss es wirklich so viel Konsum sein?

Wie oft wird in deiner Familie eine Bohrmaschine gebraucht? Vermutlich nur ein paar Minuten pro Jahr. Ein Laden in Maintal verleiht selten genutzte Dinge. Das ist nicht nur praktisch, sondern schont auch die Umwelt.

Vor allem bei Verpackungen können wir Rohstoffe sparen. Es gibt sogar schon Supermärkte, in denen es keine Einwegverpackungen gibt! Stattdessen können zum Beispiel Reis, Nüsse, Getränke oder Duschgel aus Spendern in Behälter abgefüllt werden, die mehrfach benutzt werden. Einen Laden in Berlin hat ÖkoLeo vorgestellt.

 

Was hat mein Einkauf mit dem Klima zu tun?

Der Klimawandel wird durch Treibhausgase verursacht – klar. Aber was hat das mit unserem Alltag zu tun? Mit einem CO2-Rechner im Internet kannst du deinen persönlichen Klima-Fußabdruck berechnen. ÖkoLeo erklärt, was dahintersteckt.

Windenergieanlagen.
Der Wind treibt Stromgeneratoren an, die sich im Inneren der Windenergieanlagen befinden. (Bild: Christian Becker/ flickr.com/ Public Domain)

Heizen, Tanken, Licht, Strom für das Handy – wir sind in fast allen Bereichen des Alltags auf Energie angewiesen. Das Problem dabei: Bisher wird der größte Teil davon aus fossilen Rohstoffen wie Kohle und Erdöl gewonnen, und das schadet dem Klima. Außerdem sind die Vorräte dieser Vorräte begrenzt. Viel umweltfreundlicher ist es zum Beispiel, die Kraft von Sonne, Wind und Wasser zu nutzen – die sogenannten erneuerbaren Energien.

Zu den erneuerbaren Energien gehört auch Bioenergie. Strom und Wärme kann man sogar aus Abfällen und Reststoffen gewinnen. Um welche Abfälle es sich handelt und wie das mit der Bioenergie funktioniert, erfährst du hier.

Noch besser ist es, nicht unnötig viel Energie zu verbrauchen. Dazu gibt es in sogar schon Gesetze. Seit einigen Jahren werden in Europa immer mehr Stromfresser verboten. Aber keine Panik: Es gibt noch Produkte, die genauso gut sind – und weniger Strom verbrauchen! 

Lebensmittel

Hinweisschild zum Regiomaten
Einige Höfe bieten ihre Produkte auch in sogenannten Regiomaten an. (Bild: HDValenting/flickr.com/CC BY-SA 2.0)

Sogar beim Essen können wir viel für Umwelt- und Klimaschutz tun. ÖkoLeo erklärt hier, worauf man achten kann. Dabei hilft zum Beispiel das Bio-Siegel. Aber was steckt eigentlich dahinter? Das erfährst du hier.

Besonders umweltfreundlich sind Lebensmittel, die aus deiner Region stammen. Wann in Hessen Erntezeit für die verschiedenen Sorten ist, zeigt dir der Saisonkalender.

Aber nur hessisch essen – geht das? Leider nicht ganz. Doch in diesem Interview erfährst du, wie du in Hessen regionale Lebensmittel findest.

Abfall und Recycling

Kaputtes Smartphone
Wusstest du, dass in in Handys wertvolle Metalle verbaut sind – sogar Gold? (Bild: Glavo / pixabay.com / Public Domain)

Eigentlich klingt es ganz einfach: Wenn wir weniger neue Dinge kaufen, werden weniger Rohstoffe und Energie gebraucht. Doch dafür müssen wir uns ein bisschen umgewöhnen. Zum Beispiel kaufen Menschen immer öfter neue Fernseher und Waschmaschinen als heute, selbst wenn ihre Geräte noch funktionieren. Das hat eine Untersuchung des Umweltbundesamtes ergeben.

Manche Geräte kann man gar nicht so leicht reparieren, wenn sie kaputtgehen. An vielen Orten probieren es Tüftlerinnen und Tüftler trotzdem. Das schont nicht nur die Umwelt – es macht auch Spaß. Das berichtet Ronny Habel, der in Langen das "Repair Café" gegründet hat.

Initiative "BecherBonus"

Würden wir Heißgetränke von Bäckereien, Tankstellen und anderen Geschäften in eigenen Mehrweg- statt Pappbechern mitnehmen, könnten wir jährlich etliche Tonnen Müll vermeiden. Kundinnen und Kunden sollen jetzt genau dazu durch einen Preisnachlass von 10 Cent motiviert werden.

Irgendwann allerdings wandert alles in den Abfall. Aber wenn du ein paar Regeln beachtest, können viele Abfälle recycelt werden. Das bedeutet, dass sie wiederverwendet werden. Beim Abfall machen Kinder sogar einiges besser als die Erwachsenen, berichtet Katja-Bühring-Uhle vom Verein Umweltlernen in Frankfurt.

Es gibt nicht nur Recycling, sondern auch Upcycling! Damit ist gemeint, dass man aus Resten und Abfall manchmal nützliche neue Dinge herstellen kann. Es gibt schon viele Upcycling-Produkte, zum Beispiel Rucksäcke und Taschen aus alten LKW-Planen. Vielleicht fällt dir auch etwas ein? Hier ist eine Anregung: ÖkoLeo zeigt, wie du aus einer leeren Shampoo- oder Duschgel-Flasche ein Etui basteln kannst.

Bräuche – umweltfreundlich durch das Jahr

Eine Kerze aus Sojawachs in einem Teeglas
Eine Kerze aus Sojawachs in einem Teeglas (Bild: Annie Pilon/ flickr.com/ CC BY 2.0)

Viele Feste im Jahr sind Anlässe, um besonders viel zu kaufen. Zum Beispiel, um die Wohnung zu schmücken oder um Familie und Freunden Geschenke zu machen. Dann locken die Geschäfte mit besonders tollen Angeboten. Doch es geht auch umweltfreundlicher! Bei ÖkoLeo findest du viele Ideen für das ganze Jahr: Für Silvester, Fasching, Ostern, die Adventszeit und für den Weihnachtsbaum-Kauf.

Aktiv werden

Geschnittenes Gemüse
Die Initiative „Foodsharing“ rettet Lebensmittel vor dem Abfall.

Es gibt viele Dinge, die du leicht selbst ausprobieren kannst, wenn du beim Einkaufen und im Alltag auf Umweltschutz achten willst. Hier findest du praktische Tipps um Abfall zu vermeiden und um Lebensmittel zu retten. Und zum Schulbeginn kannst du beim Einkaufen selbst entscheiden: Wie wäre es mit umweltfreundlichen Heften und Papier?

Urheberrecht: Nutzen erlaubt!

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