07. April 2015 Basteln & Bauen, Landwirtschaft & Garten

Dein Mini-Garten: Was in Töpfen, Kisten und an Mauern wächst

Kräuter aus der Fensterfarm, Erdbeeren vom Balkon und Salat an der Wand: Auch ohne eigenen Garten kannst Du zu Hause vieles anbauen. Mach mit – und berichte ÖkoLeo, was bei Dir wächst!

Der Frühling ist eine gute Zeit, um zu säen und Beete anzulegen. Manchen Pflanzen kannst Du jetzt buchstäblich beim Wachsen zuschauen. Ihr habt keinen Garten? Das macht nichts. Schon mit etwas Platz auf der Fensterbank kannst Du loslegen. Und wenn eine Ecke oder eine Wand im Hof frei ist, kannst Du auch die zum Mini-Garten machen!

Dort kannst Du alles anbauen, was mit wenig Platz auskommt und keine tiefen Wurzeln hat. Außer Blumen und Kräutern kannst Du zum Beispiel Salat pflanzen! Auch Radieschen, Kohlrabi, Zucchini oder Kürbisse wachsen in Töpfen und Kästen. Wenn Du lieber etwas Süßes ernten willst, kannst Du auch Erdbeeren einsetzen.

Für Neugierige: Kräuter-Aussaat auf der Fensterbank

Pflanzen auf einer Fensterbank
Kräuter und andere Pflanzen kannst Du auf der Fensterbank ziehen. (Bild: Till Westermayer/ flickr.com/ CC BY-SA 2.0)

Kräuter eigenen sich besonders gut, um mit der Gärtnerei anzufangen. Viele sind unkompliziert und wachsen schnell. Und es gibt immer etwas zu ernten. Für ganz Eilige und zum Ausprobieren eignet sich Kresse. Du kannst Sie das ganze Jahr über auf einer hellen Fensterbank in der Wohnung ziehen. Samen bekommst Du in vielen Biomärkten, Baumärkten oder Gärtnereien.

Auf der Fensterbank in der Wohnung wachsen zum Beispiel auch Basilikum, Dill, Petersilie oder Majoran. Du kannst sie wie die Kresse aus Samen ziehen. Doch wenn aus den Samen kleine Pflänzchen geworden sind, müssen sie erst in größere Töpfe umziehen. Die sogenannten Sämlinge brauchen Platz, um gut zu wachsen.

Fülle ein kleines Gefäß mit einer dünnen Schicht Blumenerde. Es muss nur ganz wenig sein. Kresse kommt notfalls auch ganz ohne Erde aus, denn die Samen enthalten bereits fast alles, was die Pflanzen zum Keimen brauchen. Verteile die Samen auf der Erde und klopfe sie leicht fest. Befeuchte die Erde mit etwas Wasser. Das geht gut mit einer Sprühflasche. Bedecke das Gefäß mit einem Glasdeckel oder Frischhaltefolie. Nun kannst Du jeden Tag beobachten, was darin passiert! Befeuchte die Kresse regelmäßig. Schon nach zehn bis zwölf Tagen kannst Du die Kresse ernten. Sie schmeckt zum Beispiel auf einem Brot mit Frischkäse oder im Salat.

Pflastikflaschen als Blumentöpfe
Für Tüftler: eine Fensterfarm mit Bewässerung (Bild: SparkCBC/ flickr.com /CC BY-SA 2.0)

Viele Kräuter und andere Pflanzen kannst Du auch als Setzlinge im Topf kaufen und zuhause weiter pflegen. Gerade im Frühling gibt es sie auch oft im normalen Supermarkt – schau Dich mal um!

Du bist auf den Geschmack gekommen? Mit etwas Bastelei und Fantasie kannst Du einen hängenden Garten am Fenster anlegen und mehrere Sorten Kräuter ziehen! Das ist ein echter Hingucker. Du kannst ihn aus leeren Plastik-Getränkeflaschen selbst bauen.

Wie das aussieht, zeigt das Foto in der Bilderserie. Eine Anleitung findest Du hier.

Ab nach draußen!

Vorsicht: Alles muss gut befestigt sein! Die Pflanzgefäße dürfen nicht herunterfallen können. Für die Befestigung eignen sich zum Beispiel spezielle Aufhängungen für Blumenkästen. Auch Kabelbinder aus dem Baumarkt können eine gute Lösung sein. Frag einen Erwachsenen um Rat!

Wenn sie schon etwas größer sind, entwickeln sich die meisten Pflanzen draußen am besten. Das kann die Fensterbank außen sein oder der Balkon. Wenn wenig Platz auf dem Balkon ist, kannst Du auch Kästen ans Geländer hängen.

Kisten, Kästen oder Flaschen: Mini-Beete auf dem Balkon

Alternative Blumentöpfe
Nicht nur Blumen: Auf dem Balkon kannst Du auch Gemüse anbauen. (Bild: Kristine Paulus/ flickr.com/ CC BY 2.0)

Als Pflanzgefäße kannst Du natürlich ganz normale Blumenkästen benutzen. Lustiger sind alte Kisten oder Kübel! Möglich ist alles, was stabil ist und mindestens soviel Platz bietet wie ein Blumenkasten. Viele Leute verwenden Eimer oder Wannen. Bei allen Gefäßen ist wichtig, dass Wasser nach unten abfließen kann. Denn wenn die Erde zu nass ist, kann der Inhalt schimmeln. Gut sind Gefäße, die am Boden Löcher haben.

Gegen zu viel Nässe helfen auch eine Schicht Kies oder Steine unten im Gefäß. Erst darauf kommen Blumenerde oder Kompost.

Holzkisten als Pflanzgefäße sehen oft besonders schick aus, zum Beispiel alte Weinkisten. Dabei ist es wichtig, dass die Holzteile nicht dauerhaft feucht werden. Du kannst den Behälter innen mit stabiler Folie auskleiden. Du bekommst sie zum Beispiel im Baumarkt. Auch hier muss natürlich das Wasser unten ablaufen können – also am besten ein paar Löcher in die Folie am Boden des Gefäßes schneiden!

Für Fortgeschrittene: Salatbäume & grüne Wände

Rohre als Blumentöpfe
Ein Salatturm aus Rohren (Bild: onnola/ flickr. com/ CC BY-SA 2.0)

Echte Tüftler können mit einfachen Materialien auch in die Höhe bauen. Aus Kunststoffrohren kannst Du einen Salatbaum machen! Dafür kannst Du entweder Teile mit Öffnungen ineinander stecken. Oder Du sägst Löcher in ein langes Rohr. Wie das aussehen kann, zeigt das Foto in der Bildergalerie. Die Teile bekommst Du im Baumarkt.

Terapakpackungen als Blumentöpfe
Ein hängender Garten aus beklebten Getränkekartons (Bild: Aino Stratemann/ stadtmachtsatt.de)

Wenn Platz an einer sonnigen Wand ist, kannst Du auch hier einen hängenden Garten anlegen. Verbinde mehrere Behälter mit Seilen oder Ketten. Als Behälter kannst Du zum Beispiel leere Plastik-Getränkeflaschen verwenden! Auch aus einem Gitterzaun kannst Du einen kleinen Garten machen. Du kannst leichte Gefäße wie Kunststoff-Blumentöpfe mit Kabelbinder daran befestigen.

Bitte frag einen Erwachsenen, ob Du die Wand oder den Zaun nutzen darfst!