03. Mai 2015 Pflanzen

Kennst Du diesen Baum?

Im Frühling bekommen die Laubbäume wieder Blätter. Welche Baumarten kennst Du? Ökoleo gibt Dir Tipps, wie Du Bäume bestimmen kannst.

Am einfachsten ist es meistens, die Art über die Form der Blätter oder der Früchte zu bestimmen. Doch nicht alle Baumarten lassen sich auf diese Weise unterscheiden. Zusätzlich kannst Du auf die Wuchsform eines Baumes achten, oder darauf, welche Farben seine Blüten haben. Auch die Farbe und das Muster der Borke, der äußeren Schicht der Rinde, können Hinweise geben.

Hessen und Rheinland-Pfalz sind Deutschlands waldreichste Bundesländer. In den Wäldern Hessens gibt es besonders viele Buchen – sie machen fast ein Drittel des Baumbestands aus. Ebenfalls häufig kommen Fichten, Eichen und Kiefern vor. Insgesamt gibt es viel mehr Laubbäume als Nadelbäume. Der Anteil der Nadelbäume liegt bei gut 40 Prozent, der Anteil der Laubbäume bei knapp 60 Prozent.

Rotbuche

Blätter der Rotbuche
Rotbuche (Bild: Maja Dumat/flickr.com/CC BY 2.0)

Gut erkennen kannst Du Buchen an den grau-braunen, glatten Stämmen. Außerdem können sie sehr hoch wachsen, bis zu 40 Meter! Ihre Blätter sind eiförmig und laufen spitz zu. Sie sind geriffelt und an den Rändern gezackt. Im Spätsommer und Herbst reifen die Früchte der Buchen heran, die Bucheckern.

Eiche

Eichenblätter
Eiche (Bild: Rudolph Schäfer/flickr.com/CC BY-SA 2.0)

Die Eiche kannst Du sehr gut an ihren Blättern erkennen. Sie sind am Rand gebuchtet, das heißt, sie haben wellenförmige Einbuchtungen. Viele alte Wappen enthalten ein Bild des Eichenlaubs. Du findest es auch auf den deutschen Ein-, Zwei- und Fünf-Cent-Münzen. Auch die Früchte, die Eicheln, sind leicht wiederzuerkennen. Sie werden im Herbst reif.

Die graubraune Borke älterer Eichen hat im Gegensatz zur Borke der Buche tiefe Furchen. Eichen können sehr hoch wachsen, sie haben dann einen besonders dicken Stamm. Er kann einen Durchmesser von zwei Metern haben.

Feldahorn – Baum des Jahres 2015

Feldahornblätter
Feldahorn (Bild: Peter aka anemoneprojectors/flickr.com/CC BY-SA 2.0)

Der Feldahorn ist eine von drei Ahornarten in Deutschland. Man findet ihn meist an Waldrändern oder als freistehenden Baum. Auch seine Blätter sind leicht zu erkennen. Sie haben drei bis fünf gespreizte Lappen, die ein wenig an eine gespreizte Hand erinnern. Leicht zu erkennen sind Ahornbäume auch an den Samen. Sie haben Flügel, und wenn sie reif sind, segeln sie mit einer propellerartigen Drehbewegung herab.

In jüngeren Jahren ist die Borke des Baumes braun und glatt, später reißt sie in rechteckigen Feldern auf. Der Feldahorn wird oft nur 10 bis 15 Meter hoch und wächst häufig wie ein Strauch. Waldfachleute haben ihn zum "Baum des Jahres 2015" erklärt. Damit möchten sie auf die Besonderheiten dieser Art aufmerksam machen. Der Feldahorn ist widerstandsfähig gegen Trockenheit und Umweltbelastungen. Er bietet vielen kleinen Tierarten wie Hummeln, Bienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum. Damit ist er wichtig für die Artenvielfalt.

Birke

Birkenblätter
Birke (Bild: Radomil/commons.wikimedia.org/CC BY-SA 3.0)

Auffällig bei Birken sind die oft weißen oder weiß gefleckten Stämme. Bei jüngeren Bäumen sind sie meist rotbraun. Im Frühling, wenn die Birken blühen, kannst Du sie auch an ihren Blüten erkennen, den "Kätzchen". Es gibt eine Menge verschiedener Birkenarten – insgesamt 48. Birken haben eiförmige, zum Ende hin zugespitzte Blätter mit gezackten Rändern.

Apfelbäume und Wildapfelbaum

Apfelbaumblüten
Apfelbäume und Wildapfelbaum (Bild: baumrasen/flickr.com/CC BY-SA 2.0)

Obstbäume kannst Du vor allem gut erkennen, wenn bereits Früchte daran hängen. Auch im Frühling fallen sie auf, denn dann tragen sie besonders schöne weiße bis rosafarbene Blüten. Apfelbäume werden nur bis zu 12 Meter hoch und haben oft einen relativ dünnen Stamm. Apfelbäume gehören übrigens zur Familien der Rosengewächse. Der Wildapfel ist eine Stammart des Kultur- und Gartenapfels. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettförmig, das heißt länglich und am Ende zugespitzt, und an den Rändern fein gezahnt.

Kiefer

Kiefer
Kiefer (Bild: Rudolph Schäfer/flickr.com/CC BY-SA 2.0)

Das hier ist natürlich kein Laubbaum! Das Foto zeigt eine Kiefer, sie ist ein Nadelbaum. Die Blätter sind nadelförmig, und wie bei den meisten Nadelbäumen fallen sie im Herbst nicht ab. Die Nadeln der Kiefer sind biegsam und relativ lang. Sie wachsen an Kurztrieben in Gruppen von zwei bis fünf Nadeln. Ihre Zapfen sind kleiner und breiter als die von Fichten oder Tannen. Auch bei den Kiefern gibt es verschiedene Arten. Meist ist mit Kiefer die Waldkiefer gemeint.