04. August 2015 Tiere

Schmetterlinge im Sommer: Was flattert da?

In den Sommermonaten sind besonders viele verschiedene Schmetterlinge unterwegs. Welche Arten du häufig entdecken kannst und wo du sie am besten findest, zeigt dir ÖkoLeo in einer Bilderserie.

Besonders viele Schmetterlinge kannst du in Hessen in der südhessischen Streuobstregion oder im sonnigen Mittelrheintal entdecken. Aber auch auf den weiten Wiesen des Werra-Meißner-Berglands sowie im Diemeltal sind zahlreiche Arten vertreten.

Der Zitronenfalter

Der Zitronenfalter hat seinen Namen seiner Farbe zu verdanken. Denn die ist zitronengelb – jedenfalls bei den Männchen. Die Weibchen hingegen sind hellgrün. Du findest ihn am ehesten in der Nähe von Wäldern. Zitronenfalter kannst du ab Ende Juli entdecken, dann schlüpft die neue Generation eines Jahres.

Ein Schmetterling.
Ein Schmetterling. (Bild: Aah-Yeah/ flickr.com/ CC BY 2.0)

Vom Ei zur Raupe zum Schmetterling: die Verwandlung

Das besondere an Schmetterlingen ist ihr Lebenszyklus. Ein Tier durchläuft in seinem Leben vier verschiedene Stadien: Ei, Raupe, Puppe und Falter. Bevor also ein bunter Schmetterling von Blüte zu Blüte flattert, muss sich das Tier mehrmals verwandeln. Die folgenden Bilder zeigen, wie der Zitronenfalter als Ei, Raupe und Puppe aussieht.

Der Zitronenfalter zählt zu den Schmetterlingen, von denen in jedem Jahr nur eine neue Generation heranwächst. Das bedeutet, dass von dieser Art nur einmal im Jahr Schmetterlinge schlüpfen. Vorher findest du nur Eier, Raupen oder Puppen dieser Tiere.

Auf diesem Foto siehst du am rechten Blatt ein Ei eines Zitronenfalters:

Das Ei eines Zitronenfalters
Das Ei eines Zitronenfalters (Bild: Harald Süpfle/ commons.wikimedia.org/ CC BY-SA 3.0)

Aus dem Ei wird nach neun Tagen eine Raupe:

Eine Raupe auf einen Blatt.
Eine Raupe auf einen Blatt. (Bild: Harald Süpfle/ commons.wikimedia.org/ CC BY-SA 3.0)

Nach 5 Wochen wird aus der Raupe eine Puppe:

Die Raupe wurde zu einer Puppe.
Die Raupe wurde zu einer Puppe. (Bild: Harald Süpfle/ commons.wikimedia.org/ CC BY-SA 3.0)

Und so sieht ein geschlüpftes Zitronenfalter-Weibchen aus:

Ein Zitronenfalter
Ein Zitronenfalter (Bild: gbohne/ flickr.com/ CC BY-SA 2.0)

Tagpfauenauge

Einige Schmetterlinge sind Ende Juli schon in der zweiten Generation zu sehen. Dazu zählt auch das Tagpfauenauge. Die erste Generation ist bereits im März zu entdecken. 

Du erkennst das Tagpfauenauge an der rötlichen Farbe und den vier Flecken auf den Flügeln, die wie Augen aussehen. Meist hält sich das Tagpfauenauge in der Nähe von Wiesen und Wäldern auf. Es ist aber auch in Siedlungen zu sehen.

Ein Tagpfauauge.
Ein Tagpfauauge. (Bild: luis-e/ pixabay.com/ Public Domain)

Aurorafalter

In Hessen ist der Aurorafalter sehr oft zu entdecken. Er mag feuchte Biotope wie Bachläufe oder feuchte Streuobstwiesen und hält sich ebenso gerne an Waldrändern auf. Wie beim Zitronenfalter gibt es in jedem Jahr nur eine Generation des Aurorafalters.

Du kannst den männlichen Aurorafalter an den orangenen Flügelrändern erkennen. Diese fallen auf den weißen Flügeln besonders auf. Die Weibchen haben diese Einfärbungen nicht. Ihre Flügel sind fast ganz weiß. Deshalb werden die Aurorafalter-Weibchen oft mit einer anderen Schmetterlingsart verwechselt, den kleinen Kohlweißlingen.

Das große Ochsenauge

Diese Schmetterlingsart flattert zwischen Juni und September durch Hessen. Das große Ochsenauge findest du fast überall. Zum Beispiel auf Wiesen, an Waldrändern, am Rand von Moorgebieten, aber auch in Gärten.

Sowohl Männchen als auch Weibchen haben braune Flügel und zwei schwarze "Augenflecken" an den vorderen Flügelspitzen. Diese Flecken sind bei Weibchen größer als bei Männchen. Bei den Weibchen ist die orangene Fläche an den vorderen Flügelspitzen intensiver gefärbt und mehr auf den Flügeln verteilt.

Das große Ochsenauge
Das große Ochsenauge (Bild: gbohne/ flickr.com/ CC BY-SA 2.0)