25. Juni 2015 Forschen & Entdecken, Landschaften & Ökosysteme

So schützt Du Deinen Badesee!

Wie sauber ist eigentlich Dein Badesee? ÖkoLeo erklärt, wo Du im Internet nachschauen kannst und was Du dort über das Wasser erfährst. Und ÖkoLeo gibt Tipps, wie Du selbst dazu beitragen kannst, den See sauber zu halten.

In Hessen gibt es Hunderte von Seen und Talsperren. 61 davon sind offizielle Badeseen. Das bedeutet, dass die Stadt oder die Gemeinde es erlaubt, dort zu baden. Dort kontrolliert das Gesundheitsamt regelmäßig, ob das Wasser sauber ist.

Auf der Internetseite des Hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie (kurz: HLUG) gibt es viele Informationen über Badeseen in Hessen. Dort findest Du die Ergebnisse der Wasserkontrollen und die Wassertemperatur der einzelnen Seen. Außerdem kannst Du sehen, wie tief der See ist. Du kannst auch erfahren, wie ein See entstanden ist. Viele Seen sind von Menschen gemacht. Zum Beispiel, weil Kies und Sand oder Braunkohle aus dem Boden gebaggert wurden. Einige Seen sind Stauseen. Dort wurde eine Mauer errichtet, um dahinter das Wasser eines Baches oder Flusses aufzustauen.

Manchmal gibt es im Wasser winzig kleine Bakterien, die Menschen krank machen können. Sie haben komplizierte lateinische Namen wie Escherichia coli und Intestinale Enterokokken. Sie können zum Beispiel durch Tier- oder Menschenkot in das Wasser gelangen. Wenn zu viele Bakterien im Wasser sind, wird ein Badesee gesperrt. Das kommt aber nur ganz selten vor.

Auf einer Karte kannst Du nach Badeseen in Deiner Nähe suchen. Ist einer dabei, den du noch nicht kennst? Vielleicht wäre das ein Ziel für einen Ausflug mit Deiner Familie oder Deinen Freunden?

Tipps für saubere Seen

Du kannst mithelfen, das Wasser im See sauber zu halten. Vor dem Baden abduschen Sonnencreme ist wichtig, damit unsere Haut geschützt wird. Für den See ist sie aber schlecht, denn sie enthält Fett, das schädlich fürs Wasser ist. Es bildet sich ein Ölfilm, der die Wasseroberfläche verschmutzt. Öle bauen sich nicht von selbst ab und bleiben für lange Zeit im Wasser. Ein Tropfen Öl kann 1 000 Liter Wasser verseuchen! Deshalb ist es wichtig, dass wir nach dem Eincremen erst eine Weile warten, bis wir ins Wasser gehen. An den meisten Badestellen gibt es auch Duschen. Dort solltest Du Dich vor dem Baden gut abduschen.

Abfall in den Mülleimer

Müsliriegel, Kekse, Saftschorle – zu einem Ausflug an den Badesee gehört auch ein Picknick mit leckeren Sachen. Dabei entsteht meistens Abfall. Diesen solltest Du in den Mülleimer werfen oder wieder mit nach Hause nehmen. Bitte lass ihn auf keinen Fall einfach in der Natur liegen. Müll in der Landschaft ist nicht nur hässlich, er kann sogar gefährlich für Tiere und Menschen werden. Man kann sich zum Beispiel an Glasscherben verletzen. Tiere können sterben, wenn sie Plastik fressen. Lebensmittelreste ziehen außerdem Wespen, Ameisen oder andere Insekten an, die den Liegewiesen-Spaß verderben können.

Wenn du siehst, dass andere Leute ihren Müll liegen lassen, kannst Du sie darauf aufmerksam machen. Noch besser ist es natürlich, den Abfall ganz zu vermeiden. Bring einfach Deine Leckereien in Boxen und Flaschen mit, die man mehrmals verwenden kann.

Toiletten benutzen

Bei den offiziellen Badestellen gibt es meistens Toiletten. Diese solltest Du auch unbedingt benutzen, damit der See und die Liegewiesen sauber bleiben.

Keine Tiere füttern

Bitte füttere keine Enten oder andere Tiere am See. Denn das Füttern kann dazu führen, dass zu viele Nährstoffe ins Wasser kommen. Dann wachsen die Algen an warmen, sonnigen Tagen besonders schnell und das kann schlecht für den See sein. Denn wenn es im Sommer plötzlich einen Wetterwechsel gibt und es kalt und regnerisch wird, sterben die Algen ab. Sie sinken dann zu Boden und werden abgebaut. Dabei wird viel Sauerstoff verbraucht. Diesen Sauerstoff brauchen aber andere Wassertiere zum Überleben. Es kann passieren, dass sie durch das Algensterben auch sterben. Das natürliche Gleichgewicht im See ist dann gestört. Durch das Füttern lockt man außerdem noch mehr Vögel an. Deren Kot verschmutzt den See und im schlimmsten Fall muss die Badestelle dann geschlossen werden.