04. Juli 2017 Wetter & Jahreszeiten, Wasser, Luft & Boden, Ernährung & Gesundheit, Verkehr & Reisen

Sommersmog: Achtung, Ozon!

Wenn es lange heiß und sonnig ist, kann sich Ozon in der Luft bilden. Dann heißt es aufpassen, denn das Gas kann der Gesundheit schaden.

Gelegentlich warnen die Medien vor hohen Ozonwerten in der Luft. Besonders hoch können die Werte im Sommer werden, vor allem am Nachmittag. Daher ist oft von „Sommersmog“ die Rede. Der Grund für die Warnung: Zu viel Ozon schadet der Gesundheit. Es kann Husten, Kopfschmerzen oder Atembeschwerden verursachen. Bei Anstrengungen kann sich das verstärken, zum Beispiel beim Sport.

Bei hoher Ozonbelastung sollte man daher Sport besser morgens oder abends treiben. Auch Lüften sollte man am besten morgens, und die Fenster tagsüber geschlossen lassen.

Weit oben in der Erdatmosphäre ist Ozon nützlich

Ozon ist eines der vielen Gase, das in der Lufthülle der Erde vorkommt, der Atmosphäre. Weit oben in der Atmosphäre ist es sehr nützlich. Dort, in einer Höhe zwischen 20 und 30 Kilometern, findet sich die natürliche Ozonschicht. Sie wirkt wie ein Filter und schützt das Leben an der Erdoberfläche vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne.

Wenn die Ozonwerte an der Erdoberfläche steigen, liegt das an menschlichen Aktivitäten. Denn das Gas entsteht unter anderem aus Autoabgasen und den Ausdünstungen von Lacken, Klebstoffen und Reinigungsmitteln. Ozon wird bei starkem Sonnenschein aus anderen Stoffen gebildet. Allerdings sind die Ozonwerte an Stadträndern und auf dem Land oft höher als in der Stadt. Das liegt daran, dass andere Stoffe aus den Autoabgasen Ozon abbauen. Ein Teil wird aber aus den Städten herausgeweht, und dort entsteht ungehindert Ozon.

Die Ozonkarte für Hessen im Internet

Wegen der schädlichen Wirkung wird der Anteil von Ozon in der Luft ständig gemessen. Bei hohen Werten warnen die Medien, zum Beispiel im Wetterbericht. Wie hoch die Belastung in Hessen gerade ist, kannst du im Internet nachsehen. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie bietet dort eine Ozonkarte an. An den Farben der Karte erkennst du, ob es eine Warnung gibt. Grün bedeutet: alles in Ordnung. Farben von Gelb bis Rot heißen: Vorsicht!

Auch im Alltag kann man etwas dazu beitragen, die Ozonbelastung zu verringern. Zum Beispiel, indem man statt des Autos möglichst das Fahrrad oder Busse und Bahnen nutzt. Außerdem hilft es, möglichst wenig Lösemittel zu verwenden – und stattdessen lösemittelfreie Kleber und Farben zu benutzen.

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