14. November 2017 Klimaschutz

Weltklimakonferenz in Bonn

197 Staaten der Welt beraten im November 2017 in Bonn, was sie für den Klimaschutz unternehmen können.

Vom 6. bis 17. November findet die Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn statt. Die Konferenz ist das größte und wichtigste Treffen zum Thema Klimaschutz weltweit. Rund 25.000 Menschen aus 195 Staaten nehmen daran teil. Die Konferenz findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. 

Offizieller Gastgeber ist übrigens der Staat Fidschi, der aus über dreihundert Inseln im Pazifik besteht. Fidschi leidet besonders unter den Auswirkungen der globalen Erwärmung. Weil es in Fidschi aber nicht genügen große Hallen und Hotelbetten für die Teilnehmenden einer Weltklimakonferenz gibt, ist Deutschland eingesprungen.

Worüber wird verhandelt?

Zwei-Grad-Ziel

Die Temperaturen auf der Erde steigen. Warum ist das gefährlich?

Bei der Konferenz geht es darum, internationale Regeln für den Klimaschutz aufzustellen. Denn bisher haben die Staaten sich vor allem auf Ziele geeinigt. Bei der Weltklimakonferenz in Paris haben sie beschlossen, dass die Durchschnittstemperaturen auf der Erde nicht mehr als 2 Grad Celsius ansteigen sollen. Das war im Jahr 2015 – ÖkoLeo hat darüber berichtet.

Nun geht es darum, was genau getan werden soll. Denn laut dem Vertrag von Paris kann jedes Land kann selbst entscheiden, was es für den Klimaschutz tut. Dabei soll es natürlich gerecht zugehen, denn Klimaschutz ist nicht immer leicht umzusetzen.

Klimafreundliche Energie

So hilft die Energie von Wind, Sonne und Wasser beim Klimaschutz

Deutschland zum Beispiel hat beschlossen, in Zukunft nur noch erneuerbare Energien wie Wind- und Sonnenenergie zu nutzen. Bis das funktioniert, werden nicht nur viele neue Windenergieanlagen und Solaranlagen gebraucht. Es müssen auch große neue Stromleitungen gebaut werden. Das ist sehr aufwändig und ruft auch bei uns in Deutschland viele Kritiker auf den Plan, die wirtschaftliche Nachteile für sich fürchten.  Also müssen auch wir in Deutschland darum kämpfen, dass für den Klimaschutz die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Warum sind die Verhandlungen über Klimaschutz kompliziert?

Die Regierungen der Welt verhandeln schon seit vielen Jahren darüber, wie der Klimaschutz geregelt werden soll. Der Vertrag von Paris ist ein großer Fortschritt, denn damit haben sich die alle auf ein gemeinsames Ziel geeinigt. Und die Staaten haben beschlossen, dass alle etwas zum Klimaschutz beitragen müssen.

Vorher waren nicht alle Staaten dazu bereit. Manche befürchteten, dass Klimaschutzmaßnahmen ihrer Wirtschaft schaden können. Und einige ärmere Länder können es sich kaum leisten, ihre Energieversorgung umzustellen oder sich an den Klimawandel anzupassen. Daher wurde in Paris auch festgelegt, dass reichere Länder wie die EU-Staaten die ärmeren Länder unterstützen. 

Urheberrecht: Nutzen erlaubt!

Die Texte von ÖkoLeo dürfen kostenlos für Bildungszwecke und andere nicht-kommerzielle Zwecke verwendet werden. Sie stehen unter der Creative Commons-Lizenz CC BY-NC 3.0 DE. Für Fotos können abweichende Regelungen gelten. Urheber und Lizenz müssen immer genannt werden! Bitte beachten Sie die Hinweise im Impressum