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Heimische Kost: Umweltschutz ganz einfach

Wiesbaden (st). Die Himbeeren gibt es noch, die Stangenbohnen sind schon da und die Pflaumen sind wunderbar im Kommen. Warum also sollte man Bohnen aus Übersee kaufen? Der Genuss von heimischer Kost schont die Umwelt.

Obst

Bild: Alexander Stahr
Obst und Gemüse aus Übersee müssen nicht sein, wenn diese bei uns Saison haben.

Vielleicht hast Du schon einmal das gesehen: In der Spargelzeit im Frühjahr gibt es im Supermarkt Spargel, worüber auf einem Schildchen "Herkunft Griechenland" steht. Ist das nicht merkwürdig? Bohnen kannst Du jetzt zur "Bohnenzeit" auch aus Afrika kaufen. Auch merkwürdig oder?

Und dann gibt es noch Erdbeeren um die Weihnachtszeit, obwohl es im Juni genügend Erdbeeren vor der Haustür gab. Muss man unbedingt zu jeder Jahreszeit alles bekommen und Ware aus Übersee kaufen, die es gerade bei uns gibt? Die Antwort heißt sicherlich "nein". Da wäre noch das Rindfleisch aus Argentinien und Wild aus Osteuropa. Auch das muss nicht sein.

Wenn Du das isst, was "vor der Haustüre" gerade Saison hat, schonst Du die Umwelt. Denn der Transport von Obst und Gemüse rund um die Welt und quer durch Europa verbraucht viel Energie und belastet durch Abgase Wasser, Boden und Luft unnötig mit Schadstoffen. Zudem verlieren Obst und Gemüse durch lange Transporte und Zwischenlagerungen wertvolle Vitamine. Und: Die Vorfreude auf das nächste Obst oder Gemüse bleibt erhalten.

Unnötige Kunststoffverpackungen werden gespart, wenn Du Obst und Gemüse zum Beispiel bei einem so genannten Direktvermarkter kaufst. Viele Landwirte oder Biobauern vermarkten ihre jahreszeitlichen Produkte direkt vor Ort in Hofläden.

Wenn Du dass isst, was zur Jahreszeit passend gerade bei uns wächst, dann bist Du ein echter Umweltschützer. Und das ganz einfach! Da bleibt natürlich noch die Frage nach dem Preis. Klar, der Spargel aus Griechenland ist billiger als der Heimische. Doch die Umwelt sollte einem schon ein paar Cent wert sein oder? Und was ist mit den Bananen, Orangen, Clementinen, Mandarinen, Paprika und Kiwis? Nun, die wachsen halt Mal nicht bei uns.

Quelle: Alexander Stahr