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Basteln: Flaschengarten

Wenn Du beobachten willst, wie ein Ökosystem funktioniert, dann baue Dir doch einen Flaschengarten. Unter Abschluss von der Außenwelt, nur das Sonnenlicht dringt durch das Glas, entwickelt sich ein Ökosystem, bei dem Du nicht gießen oder düngen musst.

Material
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Diese Dinge brauchst Du für Deinen Flaschengarten.

Das Wasser, das die Pflänzchen unter Glas verdunsten, schlägt sich an den Wänden des Glasbehälters nieder und fließt zurück in die Erde. Wenn du den Flaschengarten richtig anlegst, dann werden die Pflanzen darin regelrecht wuchern.

Das System am Tag

Am Tag erzeugen die Pflanzen lebenswichtigen Traubenzucker. Das machen sie mit Hilfe des Sonnenlichtes, des Kohlenstoffdioxids aus der Luft und ihres grünen Farbstoffes Chlorophyll. Wissenschaftler bezeichnen diesen sehr komplizierten Vorgang als Fotosynthese. Das hast Du vielleicht schon einmal gehört. Bei diesem Vorgang geben die Pflanzen Sauerstoff ab.

Das System in der Nacht
Kies einfüllen
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Zuerst den Kies einfüllen.

Der ganze Vorgang läuft nachts umgekehrt ab. Dabei wird ein Teil des Sauerstoffs wieder von den Pflanzen aufgenommen und Kohlenstoffdioxid abgegeben. Der übrig gebliebene Sauerstoffanteil wird von Bakterien und anderen Winzlingen verbraucht. Dadurch entsteht im Glas ein Gleichgewicht.

Für einen Flaschengarten brauchst Du:
  • Eine große, luftdicht verschließbare Glasflasche oder einen anderen großen und verschließbaren Glasbehälter. Praktisch sind auch große Einmachgläser. Egal, welchen Behälter Du nimmst, er muss absolut sauber sein.
  • Feinen Zierkies, den gibt es sogar farbig im Gartencenter, im Baumarkt oder in Bastelgeschäften.
  • Frische Blumenerde. Die Frische ist wichtig, damit keine Fäulnis und kein Schimmel auftritt.
  • Einen langen Löffel.
  • Ein Blatt Papier, das Du als Trichter formst.
  • Eine lange Zange, zum Beispiel eine Nudel- oder Grillzange.
  • Einige kleine und langsam wachsende Zimmerpflanzen. Zum Beispiel kleine Farne, Bromelien, Efeu oder Minipalmen. Die Pflanzen dürfen nicht mit Schädlingen befallen sein und auch sonst keine Krankheiten aufweisen.
Fangen wir an!

Zuerst gibst Du den Kies in die Flasche. Etwa zwei bis drei Zentimeter hoch. Das dient als Drainage, damit überschüssiges Wasser aus der Erde nach unten abfließen kann. Danach kommt die Blumenerde ins Glas. Dazu solltest Du ein Blatt Papier oder ein Rohr aus Pappe oder sonstigen Materialien verwenden, damit keine Erde an die Wand der Flasche kommt. Du möchtest ja klare Sicht auf die Pflänzchen haben. Die Erdschicht sollte ungefähr doppelt so hoch wie Töpfe der Pflanzen sein.

Vorsichtig Erde zuschütten
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Die Erde vorsichtig mit einem Trichter einfüllen.

Ist die Erde eingefüllt, streichst Du sie mit dem Löffel glatt. Jetzt musst Du Dir natürlich überlegen, wie Du die Pflanzen verteilen und anordnen willst. Das Ganze soll ja hübsch aussehen. Daher dürfen sich die Pflanzen nicht gegenseitig überdecken oder erdrücken. Weniger ist dabei mehr, wie es so schön heißt. Gut ist eine Mischung aus höheren und niedrigeren Pflanzen. Außerdem musst Du das unterschiedliche Wachstum der Pflanzen berücksichtigen.

Kennst Du Dich damit nicht aus, dann frage einen erfahrenen Zimmergärtner oder im Blumengeschäft oder Gartencenter nach. Hilfreich sind auch Informationen in Fachbüchern oder im Internet. Wenn Du mit den Überlegungen fertig bist, dann nimm den Löffel, um die Pflanzlöcher auszuheben. Die Pflanzen nun vorsichtig aus den Töpfen nehmen. Mit der Zange den Wurzelballen fassen und die Pflanze in das vorgesehene Loch setzen.

Spülmittel dazu geben
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Nun die Pflanzen einsetzen.

Jetzt muss der Flaschengarten angegossen werden. Das ist nicht ganz einfach. Denn nur der richtige Feuchtigkeitsgrad im Glas garantiert ein gesundes Wachstum Deiner Pflanzen. Zuviel Wasser lässt sie faulen, zu wenig vertrocknen. Deshalb musst Du den Flaschengarten zu Beginn genau beobachten. Gieße vorsichtig Wasser ein, damit die Erde nicht verspült wird. Wenn Du glaubst es ist genug, schließe das Gefäß.

Beobachte nun die Glaswand des Gartens. Wenn das Glas auch noch am Abend beschlagen ist, solltest Du die Flasche öffnen, damit Wasser verdunsten kann, denn es war zu nass. Ist die Wand morgens und abends trocken, dann fehlt Wasser. Wenn das Gleichgewicht erreicht ist, findest Du die Flasche am Morgen beschlagen und gegen Mittag trocken vor.

Wichtig ist noch der Standort Deines Flaschengartens. Er sollte auf gar keinen Fall in der prallen Sonne im Freien, am Südfenster, direkt neben oder über einer Heizung stehen. West- oder Ostfenster sind nicht schlecht, denn ein bisschen Sonne vertragen die Pflanzen schon.

Text und Bilder: Alexander Stahr