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Raps: gelb in der Landschaft

Wiesbaden (st). Im Mai sieht man überall gelb in der Landschaft. Der Raps blüht. Vielleicht hast Du Dich schon einmal gefragt, was das für eine Pflanze ist und wozu sie angebaut wird.

Rapsfeld

Bild: Alexander Stahr
Raps soweit das Auge reicht.

Raps ist eine Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse und hat den botanischen Namen Brassica napus. Sie ist zum Beispiel mit dem Kohl und dem Senf verwandt, die zur selben Familie der Brassicaceae gehören. Brassica heißt auf Latein „Kohl“ und Raps kommt vom lateinischen Wort „rapa“, was Rübe bedeutet. So hat die Rapspflanze auch eine Rübenwurzel.

Aus den Früchten, die Schoten genannt werden, gewinnt man die Samenkörner, aus denen wiederum Rapsöl gewonnen wird. Schon die alten Römer haben den Raps zur Gewinnung von Lampenöl angebaut. Die Pflanze stammt ursprünglich auch aus dem Mittelmeerraum. Als Speiseöl war Rapsöl nicht sehr beliebt, weil es recht bitter schmeckte.

Schuld daran war die so genannte Erucasäure, eine Fettsäure, die auch gesundheitsschädlich ist, wenn das Öl nicht erhitzt wird. Daher diente Rapsöl vorwiegend als Lampenöl. Ab dem 19. Jahrhundert wurde aus dem Öl der Rapspflanze auch Margarine und andere Backfette hergestellt.

Im 20. Jahrhundert entstanden durch Züchtung Rapssorten ohne nennenswerte Anteile an Erucasäure, sodass Rapsöl sich fortan auch für die Küche in Form von Salat- und Bratöl sowie als Zutat etwa in Mayonaise eignete. Als nachwachsender Rohstoff dient Raps auch zur Herstellung von Biodieselkraftstoff.

Quelle: as

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