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Wintergemüse: besser als Du denkst!

Im Supermarkt kannst Du zu fast jeder Jahreszeit Obst und Gemüse aus aller Welt kaufen. Spargel oder Erdbeeren im Winter – kein Problem. Lange Transportwege sind aber nicht gerade umweltfreundlich. Und gesundes Gemüse wächst sozusagen vor der Haustüre: Wintergemüse.

Kohlrabi

Kohlrabi. Roh oder gekocht ein leckeres Wintergemüse, das mehrere Monate gelagert werden kann.

Wintergemüse, was ist das eigentlich? Nun, als Wintergemüse bezeichnet man alle Gemüsesorten, die im Winter geerntet werden können, die im Winter gut zu lagern sind und solche, die erst nach einem Frost bzw. bei später Ernte richtig gut schmecken. Zu Letzteren gehört etwa der Grünkohl.

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Pastinake

Die Pastinake oder der Pastinak (botanisch: Pastinaca sativa) ist wie die Petersilie eine Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Die Pflanze wächst in Steinbrüchen, auf Schutthalden, Wiesen und stickstoffhaltigen Böden. Gegessen wird Wurzel oder Rübe, die ähnlich aussieht wie eine Möhre, aber viel heller ist. Die Pastinake enthält Vitamin A, C und E. Man kann sie roh im Salat essen.

Alle Kohlsorten, etwa Weißkohl, Rotkohl, Kohlrabi oder Wirsing, zählen zum Wintergemüse. Auch Pastinake, Petersilienwurzel, Lauch, Schwarzwurzel, Rote Beete, Topinambur, Chicorée und Feldsalat gehören dazu.

Wirsingrouladen

Mit Wirsing-Kohl lassen sich tolle Rouladen zaubern.

Wintergemüse sind eine gesunde Kost. Sie sind nährstoffreich und kalorienarm. Früher galten all diese Gemüsesorten jedoch als „Arme Leute Essen“ und wurden zum Teil „zu Tode gekocht“, in allen Zimmern roch es nach Kohl. Vitamine ade! Kein Wunder also, dass Kohl bei jungen Leuten nicht sehr beliebt war und es vielleicht auch heute noch nicht ist.

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Topinambur

Im 17. Jahrhundert gab es in Europa eine Hungersnot. Seefahrer brachten aus Kanada die Rettung in Form von Topinambur (Helianthus tuberosus). Man hatte Topinambur von Indianern als Gemüse übernommen. Topinambur ist eine Sonnenblume, die keine großen Blütenscheiben, dafür aber unter der Erde viele Knollen wie Kartoffeln ausbildet. Sie sind frosthart und können im Winter im Boden bleiben. Du kannst die Knolle roh zu Obstsalat raspeln oder schälen und wie Kartoffeln braten. Topinambur hat nur 30 Kalorien pro 100 Gramm.

Romanescokohl

Der schicke Romanesco-Kohl ist eine Variante des Blumenkohls mit deutlich mehr Vitamin C.

Dabei kann man alle Wintergemüsesorten toll verarbeiten. Zum Beispiel, wenn man sie als Salat zubereitet oder nur blanchiert und lecker würzt. Dann werden auch nicht alle Vitamine zerstört. Diese verringern sich übrigens auch bei Gemüse, dass über lange Transportwege aus fernen Ländern herbeigeschafft wird.

Frisches Wintergemüse aus regionalem Anbau ist somit gesünder und umweltfreundlicher als Paprika, Tomate und Co. Mit Weißkohl oder Wirsingkohl kann man auch super leckere Rouladen mit tollen Füllungen und schmackhaften Soßen zaubern. Zahllose Rezepte dazu findest Du zum Beispiel im Internet unter dem Stichwort „Kohlrouladen“.

Text und Bilder: as

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