ökoLeo | Jäger: in Hessens Wäldern

Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Einfach tierisch

Jäger: in Hessens Wäldern

In hessischen Wäldern leben viele Fleischfresser oder Raubtiere. Darunter zum Beispiel der Fuchs, der Dachs, die Wildkatze oder Marder wie der Hermelin auch Wiesel genannt. In neuerer Zeit kamen auch wieder größere Jäger hinzu. Der Luchs und der Wolf.

Luchs

Bild: Alexander Stahr
Der Luchs ist in Hessen wieder heimisch.

Fuchs, Dachs, Marder und Co. Leben schon seit Menschengedenken in unseren Wäldern. Dass aber der Luchs sie wieder durchstreift und vereinzelt Wölfe in Hessen auftauchen, ist für viele Naturfreunde eine Sensation. Denn Luchs und Wolf waren lange Zeit auf dem Gebiet unserer heutigen Bundesrepublik Deutschland ausgerottet.

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Lausitz

Die Lausitz ist ein Gebiet, das teils in Deutschland und teils in Polen liegt. Sie umfasst den Süden des Bundeslandes Brandenburg, den Osten von Sachsen und westliche Verwaltungsbezirke in Polen. Seit 1996 gibt es auch auf deutscher Seite der Lausitz wieder zahlreiche Wölfe.

Im Jahr 1904 wurde der letzte frei lebende Wolf mit dem wissenschaftlichen oder zoologischen Namen Canis lupus in der Lausitz erschossen.

Doch im nordhessischen Reinhardswald lebte bis 2011 wieder ein einsamer Wolf mehrere Jahre, bis er dort starb. Bei Giessen wurde 2011 ein anderer Wolf von einem Auto angefahren, der nachweislich aus einer italienischen Population stammte, wie die Untersuchung von Haarproben vom Auto im Frankfurter Senckenberg-Institut ergeben haben.

Wolf

Bild: Alexander Stahr
Zwei Wölfe hatten sich in den vergangenen Jahren in Hessen sehen lassen.

Einst war der Wolf die am weitesten verbreitete Säugetierart unserer Erde. Weil er als recht anpassungsfähig gilt, ist es kaum verwunderlich, dass Wölfe auch heute in der Lage sind, sich in unsere mitteleuropäische Kulturlandschaft einzufügen.

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Wolf aus Italien?

Einzelne Wölfe verlassen ihr Elternrudel und wandern über 1.000 Kilometer weit, um andere Wölfe zu finden. Man weiß dies, seit man Wölfe mit Sendern versehen hat. Und durch DNA-Untersuchungen (gefundene Haare oder tote Tiere) kann man die Herkunft von Tieren genau nachweisen.

Luchse galten in Deutschland seit über 100 Jahren als ausgerottet. In den Jahren 2000 bis 2006 wurden aus einem Luchsgehege im Harz (Niedersachsen) insgesamt 24 Luchse freigelassen. Man wollte ihnen ein natürliches Leben ermöglichen und den Luchs in heimischen Wäldern wieder ansiedeln.

Fuchs

Bild: Alexander Stahr
Ihn gab es schon immer in Mitteleuropa.

Ein einziger Luchs beansprucht ein sehr großes Revier mit einer Fläche von 200 bis 400 Quadratkilometern. Da jeder Luchs sein eigenes Revier sucht, gingen Experten damals davon aus, dass die eine oder andere Raubkatze aus dem Harz auch nach Hessen abwandern wird. So ist es auch geschehen.

Der Luchs ist eine stattliche Raubkatze mit dem wissenschaftlichen oder zoologischen Namen Lynx lynx. Er ist neben dem Wolf und dem Bär das größte Raubtier in Europa. In Nordhessen und im Taunus wurden Luchse mehrfach gesehen. Auch ein weibliches Tier mit Jungen.

Wie viele Tiere es tatsächlich sind, wissen die 60 Luchsbeauftragten in Hessen nicht, die im Auftrag des Umweltministeriums tätig sind. Fürchten muss man den Luchs ebenso nicht wie den menschenscheuen Wolf. Vor dem Menschen flüchtet auch die scheue Raubkatze. Zu ihrer Beute gehören zum Beispiel Rehe, Hasen, Vögel, Füchse oder junge Wildschweine.

Der Luchs wird etwa so groß wie ein Schäferhund. Die Schulterhöhe beträgt rund 70 Zentimeter, die Körperlänge 1,20 Meter. Typisch für den Luchs sind die Haarbüschel an den Ohren, auch Pinsel genannt, und der für Katzen ungewöhnliche Stummelschwanz.

Wenn Du Dir einmal Luchse und Wölfe ansehen möchtest, findest Du sie zum Beispiel im Opelzoo bei Kronberg, in der Wiesbadener Fasanerie, im Wildpark „Alte Fasanerie“ bei Hanau, im Tiergarten Weilburg, im Wildpark Edersee oder im Tierpark Sababurg bei Hofgeismar. Oder vielleicht beim nächsten Waldspaziergang?

as

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