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Erdbeeren: frisch aus heimischem Anbau

Wiesbaden (st). Nun ist sie wieder da, die Erdbeerzeit. Lecker und gesund schlemmen heißt es nun mit frischen Erdbeeren aus Deutschland. Doch sie sind weder Beeren noch deutsch.

Erdbeeren

Bild: Alexander Stahr
Erdbeeren haben jetzt wieder Saison. Sie sind lecker und gesund.

Erdbeeren sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. 150 Gramm Erdbeeren decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Sie enthalten viel Kalium, Calcium, Natrium, Eisen und Phosphor, weshalb sie in früheren Zeiten sogar als Heilmittel gegen Krankheiten wie Rheuma eingesetzt wurden. Auch heute noch gelten Erdbeeren aufgrund ihres hohen Eisengehaltes als Mittel gegen Blutarmut.

Die roten Farbstoffe schützen außerdem vor Krebs erregenden Substanzen. Und: Erdbeeren sind arm an Kalorien. Ein 250 Gramm-Schälchen hat rund 100 Kalorien.

Die Erdbeere gehört zur großen Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Sie ist eine so genannte Sammelnussfrucht. Ihr roter und fleischiger Teil ist der verdickte Blütenboden. Die eigentlichen Früchte sind die vielen kleinen Nüsschen, die der Erdbeere ihr getüpfeltes Aussehen verleihen.

Heimisch ist bei uns zum Beispiel die Wald-Erdbeere mit dem wissenschaftlichen oder botanischen Namen Fragaria vesca. Das lateinische Wort vesca bedeutet „essbar“. Und das hat man schon in der Antike mit der köstlichen Walderdbeere gemacht. Die Gartenerdbeere (Fragaria ananassa) ist eine Züchtung. Sie entstand Mitte des 18. Jahrhunderts in Frankreich durch die Kreuzung der nordamerikanischen Scharlacherdbeere (Fragaria virginia) mit der südamerikanischen Chileerdbeere (Fragaria chiloensis). Inzwischen gibt es mehr als 1.000 verschiedene Zuchtsorten im Handel.

Viele davon können auch bei uns bis Oktober geerntet werden. Erdbeeren, die im Treibhaus gezüchtet werden, kann man schon im März genießen. Aufgrund der vielen Sorten gibt es natürlich auch unterschiedliche Geschmacksrichtungen, wobei das Aussehen eine untergeordnete Rolle spielt.

Die knackig-rote Riesenbeere muss also nicht unbedingt Deinen Geschmack treffen. Einfach probieren. Da es so viele Sorten und eine recht lange Erdbeer-Saison in Deutschland gibt, sollte man auch die Heimischen essen. Das spart lange Transportwege und somit Umweltbelastungen.

Quelle: as, Bernhard Hildebrand

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