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Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Mach mit!

Wertvoll: Alte Handys

„Dein altes Handy ist Gold wert!“ Unter diesem Motto engagieren sich die Mitglieder des Jugendbeirats der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen für das Recyceln von Handys.

Handy

Bild: Alexander Stahr
Ist das Handy defekt oder veraltet, solltest Du es dem Recycling zuführen. Für den Müll ist es zu schade. Da steckt viel wertvolles drin. Aber auch Umwelt gefährdende Schadstoffe. Also - mach mit!

Noch landen die meisten ausrangierten Mobiltelefone in der Schublade oder im Hausmüll. Dabei steckt viel Wertvolles in ihnen: Gold, Silber und Kupfer. Durchschnittlich rund 35 Gramm wieder verwertbares Metall ist in jedem Handy zu finden. „Der Jugendbeirat macht mit dieser Aktion auf einen ganz besonderen Aspekt von Nachhaltigkeit aufmerksam: Manchmal genügen schon kleine Veränderungen im Alltag, um sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen“, sagte die hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Lucia Puttrich am Montag in Wiesbaden.

Die Ministerin überreichte den Jugendlichen ihr ausrangiertes Handy – das erste für die Informations- und Sammelaktion.

„Einerseits ist das Handy ein Kult- und Statussymbol unter den jungen Leuten, andererseits ein gutes Beispiel dafür, wie jeder im Alltag etwas für Nachhaltigkeit tun kann“, sagte die Ministerin. In der Regel soll das Handy möglichst neu sein, spannende Funktionen bieten und gut aussehen. Doch auch das neueste Modell wird im Durchschnitt nur 18 bis 24 Monate benutzt.

So kommt es, dass nach aktuellen Schätzungen rund 80 Millionen Mobiltelefone in deutschen Schubladen verstauben. Die Recyclingquote ist im Vergleich zu anderen Elektrogeräten gering. Der Jugendbeirat will insbesondere Gleichaltrige erreichen. „Wir machen darauf aufmerksam, dass auch alte Handys noch wertvoll sind.

Zwei Drittel der Handys können grundsätzlich wieder verwendet und der Rest kann für Reparaturzwecke genutzt werden. Die Rohstoffe, die zum Teil auch umweltschädlich sind, gehören nicht einfach in den Hausmüll“, erklärt Jugendbeiratsmitglied Theresa Neumann.

Der Jugendbeirat bietet den hessischen Schulen eine Unterrichtsstunde zu Nachhaltigkeit und konkret zum Thema Handy an – dabei geht es auch um‘s Recycling, aber nicht nur. Im Mittelpunkt steht die gesamte Wertschöpfungskette: Was für Materialien werden für ein Handy gebraucht? Wie wird ein Handy produziert? Wo werden die Handys hergestellt und welche Arbeitsbedingungen herrschen dort?

Die Schulstunde wird dabei von Jugendlichen für Jugendliche gestaltet – mit viel Interaktion und spannenden Diskussionen. Auf dem Hessentag in Wetzlar wird der Jugendbeirat einen Vorgeschmack auf eine solche Unterrichtsstunde geben: Auf der Landesbühne halten die Jugendlichen am 4. Juni um 17.45 Uhr sowie am 8. Juni um 13.30 Uhr eine „Probestunde“. Wer den Jugendbeirat in seine Schule holen möchte, kann die Jugendlichen einfach auf der Facebook Fanseite „JungHessischNachhaltig“ ansprechen.

Um das Recycling alter Handys aktiv zu fördern, wurde mit dem Handy der Ministerin heute auch die Sammelaktion des Jugendbeirates – in Kooperation mit dem Projekt „Handys für die Umwelt“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Deutschen Telekom – gestartet. Teilnehmen kann jeder, insbesondere natürlich auch Schulklassen. Und der Einsatz lohnt sich gleich mehrfach für die Umwelt: Neben der Wiederverwendung von wichtigen Rohstoffen fließen Gelder für die gesammelten Handys in Umweltprojekte.

Die Schulklassen entscheiden dabei selbst, welches Projekt sie mit ihrem Erlös fördern wollen. Der Jugendbeirat unterstützt zusätzlich das Projekt der fleißigsten Schulklasse. Und wo wäre ein besserer Ort, um möglichst viele Handys zu sammeln als auf dem Hessentag, meint Jugendbeiratsmitglied Nadine Kleutsch.

Weitere Informationen findest Du unter www.hessen-nachhaltig.de.

Quelle: HMUELV

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