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Unkräuter: Warum nicht essen?
Wiesbaden (st). Unkräuter wie Brennnesseln, Löwenzahn oder Giersch sind für viele Gartenbesitzer im Frühjahr ein Ärgernis. Aber warum? Die sind doch lecker und gesund.
Bild: Alexander Stahr
Löwenzahn gilt als Unkraut. Doch er ist auch lecker.
Klar, Brennnesseln und andere rasch wuchernde Wildpflanzen sind im Garten unerwünscht. Kann man ja verstehen. Deshalb heißen sie ja auch „Unkräuter“. Aber häufige Unkräuter wie Löwenzahn oder Giersch sind aus „kulinarischer Sicht“ wahre Leckerbissen.
Die jungen Triebe der Brennnessel sind ein richtiges Frühjahrsgemüse. Sie enthalten viele wertvolle Mineralstoffe und sind reich an Vitamin C und A. Man kann sie als Salat oder zum Beispiel als Suppe, Spinat oder Pesto zubereiten. Die juckende und brennende Wirkung der Brennhaare geht verloren, wenn man die jungen Triebe etwas drückt, gut mit Dressing vermischt oder erhitzt wie bei der Suppe.
Bild: Alexander Stahr
Giersch ist dem Gärtner lästig, aber er schmeckt und ist gesund.
Auch der Giersch ist dem Gärtner lästig. Und auch er ist lecker und gesund. Er enthält reichlich Eisen, Vitamin C und Kalium. Sein Geschmack erinnert an eine Mischung aus Petersilie und Spinat. Daher ist er lecker als oder im Salat. Kaninchen lieben ihn übrigens sehr. Im Mittelalter wurde Giersch sogar als Heil- und Gemüsepflanze angebaut.
Das auffälligste „Unkraut“ ist sicherlich der gelb blühende Löwenzahn. Zum Essen sammelt man die jungen Blätter vor der Blüte. Für Salat, als Dekoration oder als Beilage. Die Pflanze enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, darunter besonders viel Vitamin C, das gut für die körpereigenen Abwehrkräfte ist.
Unkräuter oder Wildkräuter nur im Garten oder dort sammeln, wo keine Hunde ihr "Geschäft" verrichten. Auch nicht in der Nähe von Straßen. Und vor der Zubereitung immer gut waschen.
Quelle: as



