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Kohlenstoffdioxid: Kryptogamen binden es

Mainz (st). Algen, Flechten und Moose werden als Kryptogamen bezeichnet. Sie binden riesige Mengen an Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre und beeinflussen so auch das Klima.

Flechten

Bild: Jörg Steinkamp, BiK-F
Zu den Kryptogamen zählen unter anderen die Flechten. Auch diese Flechte mit dem wissenschaftlichen Namen Xanthoria parietina kann viel Kohlenstoffdioxid aus der Luft binden.

Zu den Kryptogamen gehören Lebewesen, die ihre Energie durch Photosynthese gewinnen, aber keine Blüten haben. Sie zählen zu den ältesten Lebensformen auf unserem Planeten. So beispielsweise Algen, Flechten und Moose. In Wohngebieten sind Algen, Flechten und Moose jedoch meist unbeliebt und werden oft von Dächern und Mauern entfernt. Und das, obwohl sie eigentlich sehr nützlich sind.

Denn Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben jetzt herausgefunden, dass der meist unauffällig aussehende Bewuchs riesige Mengen Kohlenstoffdioxid und Stickstoff aus der Luft aufnimmt und somit an der Erdoberfläche bindet.

Etwa 14 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid und etwa 50 Millionen Tonnen Stickstoff binden die Winzlinge. Das macht etwa die Hälfte der natürlichen Stickstoffbindung an Land aus. Algen, Flechten und Moose nehmen so viel Kohlenstoffdioxid auf, wie jährlich durch Waldbrände und Biomasseverbrennung entsteht.

Quelle: IDW

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