08. Mai 2018 Basteln & Bauen, Landwirtschaft & Garten

Blühstreifen und Bienenweiden aussäen

Auf den großen Feldern in der Landwirtschaft und in aufgeräumten Gärten finden Bienen, Hummeln und Schmetterlinge kaum Nahrung und Unterschlupf. Mit speziellen Saatmischungen und ein wenig Platz kannst du ihnen helfen.

Bienen und andere Insekten finden immer weniger Nahrung und Lebensräume. Honigbienen, Wildbienen und Schmetterlinge brauchen eine möglichst große Vielfalt von Blütenpflanzen. Doch in der Landwirtschaft werden nur wenige Sorten angebaut, zum Beispiel Raps. Und wenn diese verblüht sind, kann Nahrung für die Insekten knapp werden. Auch in den Gärten gibt es oft nicht viele Blüten.

Gleichzeitig sind die Insekten wichtig. Denn indem sie die Blüten bestäuben, sorgen sie dafür, dass die Pflanzen Früchte tragen.

Deswegen bemühen sich viele Menschen darum, Bienen und Schmetterlingen zu helfen. Eine Möglichkeit ist es, sogenannte Blühstreifen anzulegen. Das sind kleine Flächen, auf denen viele verschiedene Blütenpflanzen wachsen, die den Bienen als Nahrungsquelle dienen. Eine solche Fläche mit vielen Blüten wird oft auch Bienenweide genannt.

Platz für Blüten ist an vielen Orten!

Als Bienenweide kommen viele verschiedene Flächen infrage: ein Eckchen im Garten, ein Streifen neben dem Schulhof, oder auch ein Balkonkasten. Das wichtigste ist, dass dort möglichst verschiedene Pflanzen wachsen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Außerdem sollten es heimische Gewächse sein, damit die Bienen sie auch anfliegen.

Eine blühende Fläche lässt sich ganz einfach mit einer fertigen Saatmischung schaffen. Die gibt es bei vielen Saatgut-Händlern. Meist heißen die Mischungen „Bienenweide“. Tipps für passendes Saatgut gibt es zum Beispiel beim Netzwerk blühende Landschaft.

Eine solche Saatgutmischung kann sehr viele verschiedene Sorten Samen enthalten. Oft sind es circa 20 bis 30 Sorten, manchmal auch viel mehr. Dazu gehören zum Beispiel Klee, Sonnenblumen, Kamille, Ringelblumen, Klatschmohn, Disteln und Dill.

Wie wird ausgesät?

Es gibt ein- oder mehrjährige Saatgutmischungen. Bei einjährigen Mischungen blüht die Fläche nur im ersten Jahr nach der Aussaat, im Winter sterben die Flächen ab. Bei mehrjährigen Mischungen sind Pflanzen enthalten, die erst in den Jahren danach blühen. Dadurch sieht die Fläche jedes Jahr anders aus!

Die Aussaat ist unkompliziert. Auf den Packungen ist meist beschrieben, wie es geht. In der Regel sollte man zwischen April und Juni säen. Dafür ist ein lockerer Boden nötig. Ein Rasen zum Beispiel muss zunächst entfernt oder gefräst werden.

Die Saatmischung wird dann auf der Erde ausgestreut. Es reichen einige Gramm Saatgut pro Quadratmeter. Die Samen sollten höchstens einige Millimeter tief in den Boden eindringen. Anschließen wird die Erde festgeklopft oder -getreten. In den ersten Wochen sollte der Boden stets feucht gehalten werden!

Schon bald erscheinen dann die ersten grünen Pflanzenspitzen – und im Sommer die ersten Blüten. Je nach Saatmischung blühen verschiedene Pflanzen bis weit in den Herbst hinein.

Urheberrecht: Nutzen erlaubt!

Die Texte von ÖkoLeo dürfen kostenlos für Bildungszwecke und andere nicht-kommerzielle Zwecke verwendet werden. Sie stehen unter der Creative Commons-Lizenz CC BY-NC 3.0 DE. Für Fotos können abweichende Regelungen gelten. Urheber und Lizenz müssen immer genannt werden! Bitte beachten Sie die Hinweise im Impressum