25. Juni 2019 Landschaften & Ökosysteme

Bericht: So stark sind Arten und Lebensräume weltweit bedroht

Menschliche Aktivitäten fügen der Natur auf der ganzen Erde großen Schaden zu. Ein neuer Bericht macht klar: Wir müssen dringend etwas ändern.

Der Zustand der Natur verschlechtert sich weltweit, und immer mehr Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Das ist ein Ergebnis eines Berichts des Weltbiodiversitätsrates, der im Mai 2019 veröffentlicht wurde. Ein weiteres Ergebnis lautet, dass wir Menschen noch etwas tun können, um die Natur zu schützen. Aber wir müssen dringend damit anfangen und vieles ändern.

Das Besondere an dem Bericht ist, dass er das Wissen von Forscherinnen und Forschern aus der ganzen Welt zusammenfasst. Der Weltbiodiversitätsrat arbeitet ähnlich wie der Weltklimarat.  Hunderte von Fachleuten aus verschiedenen Ländern haben an dem Bericht zum Zustand der Natur mitgearbeitet.

Viele Arten vom Aussterben bedroht

Der Bericht hat große Besorgnis ausgelöst, und viele Medien haben darüber berichtet. Das liegt daran, dass viele Ergebnisse erschreckend klingen. Zum Beispiel wird geschätzt, dass eine Million Tier- und Pflanzenarten weltweit vom Aussterben bedroht sind. Insgesamt gibt es schätzungsweise acht Millionen Arten.

Bei manchen Artenfamilien ist der Anteil der bedrohten Arten noch größer. Zum Beispiel sind rund ein Drittel der Haiarten und der Meeressäugetiere wie Wale und Delphine bedroht. Mehrere hundert Arten sind in den vergangenen Jahrhunderten bereits ausgestorben.

Der Mensch verändert die Erde

Der Grund für die Gefährdung der Arten ist, dass der Mensch stark in die Natur eingreift. Drei Viertel der Erdoberfläche hat er schon stark verändert, zum Beispiel, um Landwirtschaft zu betreiben.  In großen Teilen der Meere wird so viel Fisch gefangen, dass sich die Natur nicht mehr ganz erholen kann.  Außerdem entnehmen die Menschen der Natur immer mehr Materialien wie Metallerze, Kohle und Erdöl oder Holz.

Damit schaden sich die Menschen auch selbst, das ist ein wichtiges Thema in dem Bericht. Denn der Mensch ist auf die Natur angewiesen. Sauberes Wasser und gesunde Böden zum Beispiel sind nötig, um Nahrungsmittel anzubauen.

"Es ist nicht zu spät"

Es ist nicht zu spät etwas zu ändern, hat der Vorsitzende des Rates bei der Vorstellung des Berichts gesagt. Aber nur, wenn die Menschen jetzt anfangen. Dann kann die Natur geschützt und wiederhergestellt werden.

Um die Natur zu erhalten, müssen alle etwas beitragen. Dazu gehört, dass die Menschen insgesamt weniger konsumieren – also Dinge kaufen und verbrauchen – und weniger Abfälle verursachen. Aber auch Firmen müssen stärker auf den Umwelt- und Klimaschutz achten. Und die Regierungen müssen Gesetze schaffen, um Schäden zu verringern und umweltfreundliches Verhalten zu fördern.

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