27. März 2015 Ernährung & Gesundheit, Einkaufen & Leben

Osterzeit, Eierzeit

Sie werden bemalt, versteckt und gegessen: Ostern ohne Ostereier ist kaum vorstellbar. Die Qualität der Eier und Farben kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Was kannst Du beachten, wenn es unbeschwert bunt und lecker sein soll?

Die bunte Vielfalt ist nicht nur nett anzusehen. Eier enthalten auch viele Nährstoffe und sind richtige „Kraftpakete“. Ihr Eiweiß kann vom Körper gut verwertet werden. Auch Vitamine und Mineralstoffe stecken im Ei. Allerdings sollte man Eier nur in Maßen essen, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Mehr als zwei bis drei in der Woche sollten es nicht sein. Dabei sind Eier mitgerechnet, die in zubereiteten Speisen enthalten sind. Dazu zählen zum Beispiel Käsekuchen oder Spätzle.

Mehr Platz für Bio-Hühner!

Doch Ei ist nicht gleich Ei. Große Unterschiede gibt es dabei, wie die Hühner gehalten werden. Das betrifft vor allem, was sie zu fressen bekommen und wie viel Platz sie haben. Bio-Eier stammen von Hühnern, die Auslauf ins Freie und viel Tageslicht haben. Die Tiere müssen Platz haben zum Scharren, Picken und um Sandbäder zu nehmen. Bei anderen Formen der Tierhaltung ist es unter anderem viel enger für die Tiere. Zum Teil verbringen sie ihr ganzes Leben im Stall und sehen nie das Tageslicht.

Wie erkennst Du Eier aus Hessen?

Wenn Du es ganz genau wissen willst, kannst Du den Code von einem Ei ablesen und hier eingeben:

Wie erkennst Du Eier aus Hessen? Aus welcher Form der Hühnerhaltung ein Ei stammt, kannst Du leicht überprüfen. Denn jedes Ei ist mit einem Code gekennzeichnet. Der sieht zum Beispiel so aus:

0-DE-06 0008 1

Die Zahl ganz vorne steht für die Form der Haltung. Die „0“ steht für Biohaltung. Es gibt auch Käfighaltung (3), Bodenhaltung (2) und Freilandhaltung (1). Die Buchstaben „DE“ stehen für Deutschland. Die zwei Ziffern danach stehen für das Bundesland. „06“ steht auf einem Ei aus Hessen! Die restlichen Ziffern stehen für den Erzeugerbetrieb. Mit der allerletzten Ziffer lässt sich sogar herausfinden, aus welchem Stall das Ei kommt.

Auch bei den Farben gibt es Unterschiede! Sicher hast Du schon oft knallbunte und glänzende Ostereier gesehen. Manche der dafür verwendeten Farben sind Chemiefarben. Gesundheitsschädlich sind sie nicht, hat die Stiftung Warentest bestätigt. Allerdings gibt es in manchen Farben sogenannte Azofarbstoffe. Sie stehen im Verdacht, Reaktionen wie bei einer Allergie auszulösen. Wenn ein Azofarbstoff in der Farbe ist, muss das auf der Packung angegeben werden.

Ohne Bedenken kannst Du viele natürliche Farben verwenden, die Du selber herstellen kannst! Zum Beispiel färbt Heidelbeersaft Eier violett, mit Zwiebelschalen können sie goldgelb werden.