02. August 2018 Rezepte, Landwirtschaft & Garten

Pflaumen einkochen: So kannst du Obst haltbar machen

Wurde eure Gartenwiese dieses Jahr auch komplett mit Pflaumen und Zwetschgen übersät? Manchmal gibt es so viele Früchte zu ernten, dass man sie nicht alle gleich essen kann.

Im Sommer beginnt die Pflaumenzeit! Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen sind reif und warten darauf, gepflückt zu werden. Sobald sie überreif sind, fallen sie vom Baum und werden von Bienen und Wespen umschwärmt. Man sollte sie schnell aufsammeln, denn sonst werden sie von den Insekten oder von Würmern gefressen. 

Pflaume oder Zwetschge?

Bei ÖkoLeo erfährst du den Unterschied.

Um das viele Obst auch später noch genießen zu können, kannst du es einkochen. Manche sprechen auch vom "Einmachen". Früher hat man diese Methode oft genutzt, um im Winter genügend Lebensmittel zu haben, da es meist keine Kühlmöglichkeiten gab. 

Beim Einkochen werden durch die Hitze Bakterien abgetötet, und das Obst wird anschließend in luftdicht verschlossenen Gläsern gelagert. So wird verhindert, dass es schnell verdirbt.

Wenn ihr selbst keinen Pflaumenbaum habt, kannst du vielleicht in der Nähe einen finden und dort ernten. Denn es gibt sehr viele Pflaumenbäume, und um manche Bäume kümmert sich niemand mehr. Solche Bäume findest du auf der Internetseite "Mundraub". Auch manche Besitzer und Besitzerinnen von Obstbäumen geben gern etwas von der Ernte ab, weil sie selbst nicht alles aufessen können. 

Einkochen und haltbar machen – so geht´s!

Korb voll Pflaumen und leere Einmachgläser
Eingekocht sind Zwetschgen den ganzen Winter lang haltbar. (Bild: C congerdesign / pixabay.com / Public Domain)

Zum Einkochen von einem Kilo Pflaumen oder Zwetschgen brauchst du folgende Werkzeuge und Zutaten:

  • 3-4 Einmachgläser beziehungsweise "Weckgläser". Die Gläser müssen hitzefest und gut verschließbar sein, entweder mit Schraubverschluss oder einer Gummidichtung.
  • 250 Gram Gelierzucker,
  • etwas Zimt (wenn du magst),
  • einen kleinen Topf, um Sirup anzurühren,
  • einen Rührlöffel,
  • ein Messer, um die Pflaumen aufzuschneiden,
  • einen Messbecher,
  • ein tiefes Backblech oder eine Auflaufform,
  • eine Küchenwaage (muss nicht unbedingt sein),
  • einen Behälter für Abfälle (vor allem Pflaumenkerne).

So geht es Schritt für Schritt:

1. Lies die Anleitung bis zum Ende durch.

2. Stelle alle Werkzeuge und Zutaten bereit.

Einmachgläser gut sauber machen. Nur wenn sie richtig sauber und luftdicht verschließbar sind, werden die Früchte lange haltbar.

(Bild: Redaktion ÖkoLeo / CC BY-NC 3.0 DE)

3. Pflaumen oder Zwetschgen waschen und danach trocken tupfen. 

4. Dann halbierst du die Früchte und entfernst den Stein.

(Bild: Redaktion ÖkoLeo / CC BY-NC 3.0 DE)

5. Die halbierten Pflaumen legst du mit der Schale nach oben gleichmäßig in die Einmachgläser, bis das Glas fast voll ist. 

(Bild: Redaktion ÖkoLeo / CC BY-NC 3.0 DE)

6. Danach vermischst du 250 Gramm Gelierzucker mit einem Liter Wasser in einem Topf, bis ein gleichmäßiger Sirup entsteht. Achte auf die Hinweise auf der Zuckerpackung – manchmal wird empfohlen, den Sirup zu erhitzen. 

(Bild: Redaktion ÖkoLeo / CC BY-NC 3.0 DE)

7. Gieße den Sirup in die Einmachgläser zu den Pflaumen. Wenn der Sirup heiß ist, kannst du auch einen großen Schöpflöffel dafür verwenden.

(Bild: Redaktion ÖkoLeo / CC BY-NC 3.0 DE)

8. Dann solltest du die Gläser fest verschließen.

9. Bereite im Ofen auf dem untersten Einschub ein tiefes, mit Wasser gefülltes Backblech oder eine Auflaufform vor. Das Wasser sollte etwa 1 cm tief sein.

10. Stelle die Gläser ins Wasser.

(Bild: Redaktion ÖkoLeo / CC BY-NC 3.0 DE)

11. Erhitze den Ofen auf 175 Grad Celsius und lass die Gläser 30 Minuten lang im Ofen. Wenn in der Flüssigkeit in den Gläsern kleine Bläschen aufsteigen, beginnt sie zu kochen. Jetzt fängt das eigentliche "Einkochen" an.

12. Sei vorsichtig beim Öffnen des Ofens, denn dann entweicht sehr heißer Dampf. Lass die Gläser am besten eine Weile im offenen Ofen stehen, bis alles abgekühlt ist.

Die eingekochten Pflaumen schmecken prima als Nachtisch, zum Beispiel zu Milchreis oder Grießbrei. Du kannst auch Pfannkuchen oder einen Kuchen damit backen.

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