01. September 2020 Landschaften & Ökosysteme

Hessische Moore: Zurück zur Natur

Moore sind Lebensraum für viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Doch sie sind selbst bedroht. Nun sollen 60 von ihnen gerettet werden.

In den nächsten Jahren sollen 60 Moore in Hessen wieder in ihren natürlichen Zustand versetzt werden – das wird Renaturierung genannt. Das plant die Stiftung Hessisches Naturerbe, die zum Naturschutzbund Deutschland (NABU) gehört. Die Stiftung bekommt dafür Fördergelder vom Land Hessen.

Das ist leider auch dringend nötig, denn die Moore sind bedroht. 155 Niedermoore gibt es in Hessen, davon sind 39 bereits zerstört. Sie sind ausgetrocknet oder von Büschen überwuchert. Manche wurden auch zu stark für die Tierhaltung genutzt, wodurch der empfindliche Boden geschädigt wurde. Weitere 27 Gebiete sind in Gefahr, dort muss dringend etwas getan werden, um sie zu erhalten.

Moore helfen beim Klimaschutz

Niedermoore sind für die Natur und auch uns Menschen unersetzlich. Sie dienen als Lebensraum für eine Vielzahl bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Gleichzeitig sind sie Weltmeister im Speichern von Kohlendioxid (CO2), dem Treibhausgas. Sie helfen also, das Klima zu schützen. Sie speichern sogar mehr Kohlenstoff als Wälder.

Schätze in den Mooren

In den Mooren der Rhön gibt es Pflanzen, die nirgendwo sonst wachsen.

Außerdem enthalten sie bekanntermaßen sehr viel Wasser – sie wirken wie ein Schwamm in der Landschaft. Dadurch sorgen sie unter anderem dafür, dass es in ihrer Umgebung kühl bleibt.

Wenn Moore zerstört werden, verlieren seltene Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum. Außerdem wird der im Moor gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt. Er gelangt als CO2 in die Luft. Das verstärkt den Klimawandel.

Wie sollen die Moore gerettet werden?

Das Schutzprojekt für die Moore ist aufwändig. Für jedes einzelne Gebiet muss zuerst geplant werden, wie das Moor gerettet werden kann. Bevor dann vor Ort etwas unternommen werden kann, müssen die Naturschützerinnen und Naturschützer herausfinden, wem die Flächen gehören. Anschließend sollen sie gepachtet oder gekauft werden.

Wilde Bäche

Auch Bäche sollen renaturiert werden.

Bei der eigentlichen Renaturierung geht es vor allem ums Wasser. Moore werden oft entwässert, damit auf den Flächen Landwirtschaft möglich ist. Dafür werden Gräben angelegt, in denen das Wasser abfließt. Solche Gräben werden zugeschüttet oder aufgestaut, damit das Moor wieder nass wird.

Außerdem wird die Nutzung durch den Menschen neu geregelt. Zum Beispiel muss die Landwirtschaft Rücksicht nehmen, um Schäden zu vermeiden. Oft werden Schutzzonen eingerichtet, in denen Menschen gar nicht in die Natur eingreifen.

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