23. März 2021 Einkaufen & Leben

Hessen will das Leben auf dem Land fördern

Die Landesregierung stellt vor allem Geld bereit, um Verbesserungen zu erreichen. Das nutzt auch dem Umwelt- und Klimaschutz.

Umweltpolitik

Der Aktionsplan ist ein Teil der Umweltpolitik der Landesregierung

Das Land Hessen hat Anfang 2021 einen Aktionsplan für die sogenannten ländlichen Räume vorgestellt. Das sind Gebiete, in denen vergleichsweise wenig Menschen leben und wo es vor allem kleinere Städte und Dörfer gibt.  In Hessen lebt die Hälfte der Menschen auf dem Land. Die Landesregierung will die Lebensbedingungen dort verbessern. Zum Beispiel für jüngere Menschen und Familien.

Wegen der Corona-Pandemie können sich zurzeit besonders viele Menschen vorstellen, ihr Leben auf dem Land zu verbringen. Zu den Vorteilen gehört, dass viele Landschaften sehr schön sind. Außerdem gibt es einfach mehr Platz – zum Beispiel für Freizeitaktivitäten oder zum Wohnen.

Hat das Leben auf dem Land auch Nachteile?

Manchmal schon. In vielen Regionen gibt es weniger Arbeitsplätze, sodass viele Menschen täglich "pendeln". Das bedeutet, dass sie weite Strecken zur Arbeit fahren. Weil es auf dem Land weniger Busse und Bahnen gibt, pendelt der größte Teil mit dem Auto.

Zwar ist es in vielen Berufen heute möglich, auch von zuhause aus zu arbeiten. Aber auf dem Land gibt es manchmal keine gute Internetverbindung.

Auch das Angebot von Theatern, Kinos oder Geschäften ist auf dem Land nicht so groß. Aus diesem Grund leben vor allem viele junge Menschen lieber in der Stadt.

Was hat das Landleben mit der Umwelt zu tun?

Eigentlich ist es möglich, auf dem Land ein sehr umwelt- und klimafreundliches Leben zu führen. Zum Beispiel, weil dort auch viele Lebensmittel erzeugt werden. Wer Obst, Milch, Fleisch und Gemüse aus der eigenen Region kauft, schont die Umwelt. Denn die Lebensmittel müssen nicht erst viele Kilometer mit dem Lastwagen transportiert werden.

Was soll besser werden auf dem Land?

Die Landesregierung stellt vor allem Geld bereit, um Verbesserungen zu erreichen. Es geht um viele verschiedene Bereiche, zum Beispiel darum, dass in den Orten wieder mehr los ist. Gefördert werden kann etwa der Bau eines neuen Dorfladens, oder ein neues Fußballfeld für die Kinder des Ortes. Für Klima- und Umweltschutz besonders wichtig ist der Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen. Auch Radfahren und Elektro-Fahrzeuge werden gefördert.

Internetverbindungen sollen ebenfalls besser werden. Auch das kann helfen, Autofahrten zu vermeiden und die Umwelt zu schonen. Denn mit schnellen Datenleitungen wird es leichter, zuhause zu arbeiten. Und Firmen können sich leichter auf dem Land ansiedeln.

Im Aktionsplan geht es auch um Lebensmittel. Am besten für Umwelt- und Klimaschutz sind ökologisch erzeugte Lebensmittel, die dort gegessen werden, wo sie erzeugt werden. Darum sollen in Zukunft mehr Lebensmittel wie Milch, Obst und Gemüse direkt in der Region verkauft werden. Das Land will zum Beispiel Molkereien fördern, die regionale Milch verarbeiten.

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