1. Wenn ein Winter mild ist, machen sich Landwirte Sorgen wegen des "Überwachsens". Was ist damit gemeint?

Die Pflanzen machen keine "Winterpause" und sind mit ihrem Wachstum früher dran als sonst.

Erläuterung:
Wenn die Temperaturen im Winter nicht kalt genug sind, legen die Pflanzen keine Wachstumspause ein oder sie beginnen sehr früh im Jahr zu wachsen. Landwirte sagen dazu "überwachsen". Das kann gefährlich werden, falls doch noch Schnee oder starke Fröste kommen. Dann können die Pflanzen zum Beispiel abknicken und Schaden nehmen.

2. In manchen Gegenden blühen im Sommer Rapsfelder, soweit das Auge reicht. Wie heißt das Fachwort dafür, wenn nur eine Pflanzenart auf den Feldern zu sehen ist?

Monokultur

Erläuterung:
Wenn in der Landwirtschaft einseitig nur bestimmte Pflanzen angebaut werden, nennt man das Monokultur. Das kann dazu führen, dass andere Tier- und Pflanzenarten verdrängt werden. Schädlinge und Pflanzenkrankheiten können sich leichter ausbreiten. Der Ackerboden kann dadurch weniger fruchtbar werden. Besonders Bienen und andere Bestäuberinsekten brauchen eine möglichst große Vielfalt von Pflanzen.

3. Was gehört zum "Lagergemüse"?

Möhren, Rote Bete und Kartoffeln

Erläuterung:
Lagergemüse und auch Lagerobst wird im Herbst geerntet und dann eingelagert. Dafür eignen sich zum Beispiel Möhren, Kartoffel und Rote Bete. Auch regionale Äpfel, die im Winter im Supermarkt angeboten werden, kommen aus dem Lager. In den Lagern ist es sehr kühl, damit das Obst und Gemüse möglichst lang frisch bleibt. Wenn eine Möhre aus dem Lagerhaus in den Verkauf kommt, ist sie noch ungefähr zwei bis drei Wochen haltbar.

4. Was bedeutet es, wenn frische Lebensmittel "Saison" haben?

Damit ist die Erntezeit für Obst und Gemüse gemeint.

Erläuterung:
Mit "Saison" ist die Erntezeit oder Erntesaison gemeint. Denn Obst und Gemüsesorten reifen in Deutschland zu bestimmten Jahreszeiten. Zum Beispiel Erdbeeren im Frühling und Frühsommer, Kohl im Winter oder Äpfel im Herbst. Trotzdem findest du fast immer fast alle Obst- und Gemüsesorten im Supermarkt. Ein Teil des Angebots kommt aus dem Lager. Manches wird auch in Gewächshäusern angebaut, die teilweise beheizt werden. Doch sehr viel wird aus anderen Ländern importiert. Umweltschädlich ist dabei der Transport, aber auch der Energieaufwand für Gewächshäuser.  Besonders umweltverträglich ist es deshalb, saisonale Lebensmittel aus der Region zu kaufen.

5. Welche häufig in Hessen angebaute Pflanze ist auf dem Foto zu sehen?

Eine junge Pflanze
Kartoffel

Erläuterung:
Bei Kartoffelpflanzen schauen nur die Blätter aus dem Boden heraus. Die Knollen wachsen im Boden. Was du hier siehst, ist eine Kartoffelpflanze im Mai. Die grünen Blätter zeigen sich wenige Wochen nach der Aussaat. Man sagt dazu auch "Austriebe". Kurz vor der Ernte blühen die Kartoffelpflanze. Kartoffeln findest du nicht nur auf großen Feldern, sondern auch in vielen Gärten.

6. Wozu werden im Spätsommer und Herbst viele Helferinnen und Helfer auf Obsthöfen gebraucht?

Für die Ernte

Erläuterung:
Im Spätsommer und Herbst ist der Höhepunkt der Obsternte. Dann reifen Pflaumen und Zwetschgen sowie die verschiedenen Apfel- und Birnensorten. Die Bäume sind zur Erntezeit schwer behangen mit reifen Früchten. Innerhalb kurzer Zeit müssen sie geerntet werden. Während der Erntezeit ist daher viel los auf den Obsthöfen. Eine Menge Helferinnen und Helfer wird benötigt, denn Obst wird meistens von Hand geerntet.

7. Was ist "Spitzrabau"?

Eine hessische Apfelsorte.

Erläuterung:
Der Spitzrabau ist eine regionale Apfelsorte in Hessen und eine richtige Wiederentdeckung! Diese Sorte gab es schon vor mindestens hundert Jahren in der Region – doch sie galt als verschollen. Im Herbst 2008 wurde die Sorte wiederentdeckt: Ein Besucher brachte beim Streuobsttag in Nieder-Kinzig einen Apfel mit, dessen Namen er selbst nicht kannte. Fachleute fanden heraus, dass es ein "Spitzrabau" war. Der "Spitzrabau" schmeckt süßsäuerlich. Er wird meistens für die Herstellung von Kompott oder zum Backen genutzt.

8. Wann werden Kräuter geerntet?

Kurz vor der Blütezeit

Erläuterung:
Die Erntezeit ist vor der Blütezeit. Denn sobald die Kräuter blühen, verändert sich ihr Geschmack. Die Frische lässt nach und einige Kräuter schmecken dann eher bitter oder schärfer. Die ätherischen Öle im Basilikum sind zum Beispiel kurz vor der Blütezeit am intensivsten.

9. Was sind Streuobstwiesen?

Eine besonders umweltfreundliche Art des Obstanbaus auf Wiesen

Erläuterung:
Streuobstwiesen sind Wiesen, auf denen viele verschiedene Obstsorten wachsen. Dazu zählen besonders Äpfel, Birnen und Pflaumen. Die Obstbäume stehe "verstreut" auf der Wiese. Daher kommt auch der Name. Auf Streuobstwiesen gibt es viel mehr verschiedene Sorten als auf Plantagen. Diese Vielfalt ist wichtig, denn unter den seltenen Obstsorten gibt es viele mit besonderen Eigenschaften: Manche sind zum Beispiel für Menschen verträglich, die eigentlich gegen Äpfel allergisch sind. Weil auf Streuobstwiesen wenig in die Natur eingegriffen wird, nutzen viele Tiere sie auch als Lebensraum.

10. Warum sind Bienen wichtig?

Ohne sie gäbe es keine Pflanzenbestäubung und damit viel weniger Früchte.

Erläuterung:
Bienen spielen in der Natur und für die Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Sie bestäuben viele Pflanzen und sorgen so dafür, dass sie Früchte tragen. Ohne Bienen würden wir zum Beispiel viel weniger Obst und Gemüse ernten können. 80 Prozent der Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, um Früchte zu bilden.

11. Warum wächst im Main-Taunus-Kreis und im Werra-Meißner Kreis so viel Obst?

Dort ist das Klima gut geeignet.

Erläuterung:
Damit Obstanbau gut funktioniert und viel Obst wächst, müssen die natürlichen Bedingungen stimmen. Dazu zählen zum Beispiel genügend Sonnenstunden und die richtige Menge an Regen.

12. Was macht diese Maschine mit der Kuh?

Sie melkt die Kuh.

Erläuterung:
Das Foto zeigt eine Melkmaschine. Mit ihr wird die Milch aus dem Euter der Kuh gewonnen. Milchkühe können pro Tag ungefähr 30 Liter Milch geben.  Früher wurden Kühe von Hand gemolken. Heute arbeiten Bauernhöfe mit vielen Maschinen, damit sie genügend produzieren und Geld verdienen können.