14. August 2019 Landwirtschaft & Garten

Bio-Bauernhof: So leben die Kühe

Wurst und Fleisch kaufen wir normalerweise im Metzgerladen oder Supermarkt. Doch wie wachsen eigentlich die Tiere auf? ÖkoLeo hat sich auf einem Bio-Hof umgeschaut.

Der Biolandhof der Familie Frenzel liegt in Dietzhölztal in der Nähe von Marburg, ganz im Westen von Hessen. Der Hof hält vor allem Hühner und Rinder, seine wichtigsten Produkte sind Eier und Rindfleisch. Mareike Frenzel hat ÖkoLeo die Weiden gezeigt und erklärt, wie die Tiere dort leben. Hier geht es um die Kuhherde. In einem zweiten Bericht geht es um die Hühner.

Die Tiere fühlen sich auf der Weide wohl

Viele braunen Rinder auf einer Weide
Die Rinder haben sehr viel Platz auf der Weide. (Bild: Redaktion ÖkoLeo / www.oekoleo.de / CC BY-NC 3.0 )

Die Kuhherde verbringt den größten Teil des Jahres auf einer Weide am Rand von Dietzhölztal. Mareike Frenzel beschreibt, wie es auf der Weide aussieht. Den Winter verbringen die Tiere in einem Laufstall.

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"Kühe springen nicht über den Zaun"

Stromzaun mit Batterie
Im Gegensatz zu anderen Tieren springen Kühe normalerweise nicht über Zäune. (Bild: Redaktion ÖkoLeo / www.oekoleo.de / CC BY-NC 3.0 )

Die Tiere sind die meiste Zeit allein und können sich frei bewegen. Nur ein Elektrozaun hindert sie am Weglaufen. Den Zaun müssen die Frenzels daher immer in Ordnung halten. Mareike Frenzel berichtet, was es noch zu tun gibt auf der Weide.

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Die Kühe behalten ihre Hörner

Zwei Rinder auf der Weide, beide haben Hörner. Im Hintergrund ist eine Kuhherde zu sehen.
Weil auf der Weide und im Stall viel Platz ist, verletzen sich die Tiere nicht gegenseitig. (Bild: Redaktion ÖkoLeo / www.oekoleo.de / CC BY-NC 3.0 DE)

Im Unterschied zu den allermeisten Kühen in konventioneller Tierhaltung behalten die Tiere auf dem Bio-Hof der Frenzels ihre Hörner.

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Warum lecken die Tiere an Salzbrocken?

Eine Kuh leckt an einem Salzleckstein.
Auf der Weide liegen Salzlecksteine. (Bild: Redaktion ÖkoLeo / www.oekoleo.de / CC BY-NC 3.0 DE)

Weil sie Bio-Rinder sind, bekommen die Tiere auf der Weide im Sommer nur Gras zu fressen. Zusätzlich gibt es noch Salz.

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Jede Kuh hat ihre eigene Persönlichkeit

Die Frenzels kennen ihre Tiere sehr gut. Sie erkennen jedes Tier sofort und wissen, welches Kalb zu welcher Kuh gehört.

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Warum haben die Tiere Ohrmarken?

Mutterkühe auf einer Weide
Jedes Tier trägt eine Marke am Ohr. (Bild: Redaktion ÖkoLeo / www.oekoleo.de / CC BY-NC 3.0 DE)

Die Marke ist vorgeschrieben. Wenn neugeborene Kälber ihre Ohrmarke bekommen, wird dabei eine Gewebeprobe entnommen. Die wird von Fachleuten zum Beispiel auf Krankheiten überprüft.

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Bio-Mutterkühe können sehr alt werden

Eine weiße Kuh auf der Weide schaut in die Kamera.
Auch ältere Mutterkühe können Kälber aufziehen. (Bild: Redaktion ÖkoLeo / www.oekoleo.de / CC BY-NC 3.0 DE)

Milchkühe werden normalerweise nur einige Jahre alt, denn nach einiger Zeit geben sie weniger Milch. Die Mutterkühe in der Kuhherde der Frenzels leben dagegen sehr lange. Denn für ein eigenes Kalb reicht ihre Milch noch. Eine der Kühe in der Herde ist sogar 19 Jahre alt, berichtet Mareike Frenzel.

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Was ist Bio-Rindfleisch wert?

Metzgerladen mit Verkäufer
Im Metzgerladen in Dietzhölztal gibt es Fleisch vom Hof der Frenzels zu kaufen. (Bild: Redaktion ÖkoLeo / www.oekoleo.de / CC BY-NC 3.0 DE)

Die Frenzels verkaufen ihr Rindfleisch in der Umgebung, auch an einen Metzger. Dieser Metzger übernimmt auch die Schlachtung der Kühe. Die Kühe werden von Marco Frenzel zum Metzger gebracht. Das ist wichtig, damit die Kühe am Ende ihres Lebens eine Person bei sich haben, die sie kennen. Sie haben dann weniger Angst.

Von Kunden hören die Frenzels oft, dass es besonders gutes Fleisch ist. Doch die Bio-Rinderhaltung ist aufwändig, darum ist das Fleisch deutlich teurer als das aus anderen Betrieben. Nicht alle Kunden sind bereit, das zu bezahlen.

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