07. Juli 2020 Video & Audio, Tiere, Landschaften & Ökosysteme

Wer lebt auf Feldern und Wiesen? Tipps für Naturbeobachtungen

Beim nächsten Ausflug entlang von Feldern heißt es: Augen und Ohren auf! Denn hier wird nicht nur Landwirtschaft betrieben. Hier leben auch viele verschiedene Tiere. Wenn man sie entdecken will hilft es, einige Tipps zu beachten.

Wo man auch hinschaut, sieht man Felder. In Hessen wird mehr als ein Drittel der Fläche für Landwirtschaft genutzt. Doch nicht nur Menschen brauchen die Felder. Sie sind auch Lebensraum für viele wildlebende Tier- und Pflanzenarten. Gerade Arten, die nicht im Wald, sondern im sogenannten Offenland leben, sind häufig bedroht. Es lohnt sich daher, diese Tiere zu beobachten und sich für ihren Schutz einzusetzen. 

Landwirtschaft und Umweltschutz

Warum Rücksicht auf die Natur wichtig ist

Der Naturschutzexperte Jan Gräf stellt vier Tierarten vor. Und er erklärt, wie man sie finden und beobachten kann. Jan Gräf arbeitet beim Naturschutzbund Hessen (NABU).

Der Rotmilan

Ein Rotmilan fliegt durch die Luft.
Wenn der Rotmilan durch die Luft gleitet, erkennt man ihn gut an seinem rostroten Schwanz. (Bild: NABU / Dieter Bark)

In Deutschland fühlt sich der Rotmilan besonders wohl. Mehr als die Hälfte aller Rotmilane kommen zum Brüten im Frühjahr nach Deutschland. Besonders am Übergang von Wald zu Feld kann man den Rotmilan durch die Luft gleiten sehen.

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Die Feldgrille

Eine Feldgrille vor ihrer Höhle.
Den "Vorgarten" ihrer Höhle hält die Feldgrille gern sauber und ordentlich. (Bild: Naturgucker.de / Alexander Gödecke)

Die Feldgrillen-Männchen hört man schon aus bis zu 100 Meter Entfernung zirpen. Um sie zu entdecken, muss man aber ganz genau schauen. Denn sie sind klein und flink und verkriechen sich schnell in ihre Höhlen.

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Die Blindschleiche

Eine Blindschleiche auf dem Waldboden.
Die Blindschleiche sieht einer Schlange auf den ersten Blick zwar sehr ähnlich, zählt aber zu den Echsen. (Bild: NABU / Jürgen Eggers)

Die Blindschleiche versteckt sich gern! Um sie aufzuspüren muss man vor allem ganz langsam laufen. Zu bestimmten Tageszeiten kann man sie besonders gut entdecken: Dann wärmt sie sich in der Sonne auf Steinen oder dem Asphalt auf.

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Der Weißstorch

Drei Weißstörche auf einer Wiese, auf der auch Heuballen stehen.
Futter sucht der Weißstorch am liebsten in frisch gemähten oder feuchten Wiesen. (Bild: Naturgucker.de / Jürgen Podgorski)

Weißstörche sind sogenannte Kulturfolger, sie leben gern in der Nähe von Menschen. Ihre Nester kann man deshalb sogar manchmal in Dörfern oder am Stadtrand finden. Zum Beispiel auf Kirchtürmen oder Strommasten.

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Lust auf mehr Naturbeobachtungen?

Der Naturschutzbund (NABU) hat eine Internetseite für Kinder und Jugendliche: www.najuversum.de. Dort gibt es viele Infos zu unserer Tierwelt, Bestimmungshilfen sowie Aktionsideen.

Veranstaltungen gibt es auf www.naju-hessen.de.

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