09. Januar 2017 Tiere, Pflanzen

Natur beobachten im Winter

Nicht alle Tiere machen Winterschlaf, und auch bei den Pflanzen tut sich etwas!

Spuren lesen

Tiere hinterlassen ganz unterschiedliche Spuren. Auch wenn du sie nicht direkt siehst, kannst du oft die Abdrücke von Tieren im Schnee oder im Matsch entdecken. Oder du findest die Reste ihrer Nahrung, zum Beispiel Nüsse. Vieles entdeckt man erst, wenn man ganz genau hinschaut!

Katze, Dachs oder Reh – an den Abdrücken kannst du erkennen, welches Tier unterwegs war. Fachleute nennen die Fußabdrücke von Tieren "Trittsiegel". Wie du davon Gipsabdrücke nehmen kannst, erfährst du hier.

Die Haselmaus.
Die scheue Haselmaus ist das Tier des Jahres 2017. (Bild: Björn Schulz/ commons.wikimedia.org/ CC BY-SA 3.0)

Wer am Waldrand spazieren geht, kann oft angenagte Nüsse am Boden finden. Sie können von verschiedenen Tieren stammen. Schau genau hin: War es vielleicht eine Haselmaus? Das Tier des Jahres 2017 ist sehr scheu. Um herauszufinden, wo sich die Haselmaus aufhält, um diese Gebiete dann schützen zu können, haben Naturschützer zur "großen Nussjagd" aufgerufen. Wer Nüsse findet, die von der Haselmaus angenagt wurden, kann dies melden. Wie du die Nagespuren an den Nüssen unterscheiden kannst und wie du deine Funde melden kannst, wird auf der Internetseite des Naturschutzbundes Hessen erklärt.

Wintervögel bestimmen

Rücksicht auf die Tiere: besonders wichtig im Winter!

Der Winter ist für die Tiere besonders anstrengend. Sie finden weniger Nahrung und zehren meist von ihren Vorräten und dem "Speck", den sie sich in der warmen Jahreszeit angefressen haben. Daher solltest du ihnen nicht zu nahekommen oder sie erschrecken. Das strengt die Tiere unnötig an. Wie die Tiere den Winter überstehen, kannst du bei ÖkoLeo nachlesen:

Pack dich warm ein, schnapp dir ein Fernglas und such dir einen Platz im Garten oder Park! Denn der Winter ist eine gute Zeit, um Vögel zu beobachten. Längst nicht alle fliegen im Winter in den Süden. Und zurzeit sind Bäume und Sträucher kahl, daher hast du oft gute Sicht.

Mit deinen Beobachtungen kannst du sogar beim Vogelschutz mithelfen. Die Naturschutzorganisation NABU organisiert die "Stunde der Wintervögel". Das ist eine jährliche Aktion, bei der herausgefunden werden soll, welche und wie viele Vögel sich wo in der Region aufhalten. In diesem Winter findet sie vom 6. bis 8. Januar statt. Mehr dazu kannst du hier lesen. Bei der Bestimmung von Vögeln kannst du eine App für Smartphones benutzen. Wie das geht, kannst du hier bei ÖkoLeo nachlesen.

Futter-Hilfe im Winter

In der kalten Jahreszeit kannst du den Vögeln helfen, indem du ein Futterhaus aufstellst oder sogenannte Meisenknödel aufhängst. Die Tiere kommen dann oft in großer Zahl zu den Futterstellen geflogen. So hast du die Möglichkeit, viele Vögel aus der Nähe zu beobachten. Mehr zur Vogelfütterung und Anleitungen zum Basteln der Futterstellen findest du auf der Internetseite des Naturschutzbundes (NABU).

Die ersten Frühblüher

Schneeglöckchen, Krokusse oder Märzenbecher – bereits ab Januar und Februar kannst du die ersten Frühblüher entdecken. Während des Winters wachsen sie im Verborgenen im Boden und unter dem Schnee. Ihre Energie ziehen sie aus ihren Wurzelknollen, die sich unter der Erde befinden. Sie sehen wie Zwiebeln aus. Darin sind alle Nährstoffe gespeichert, die die Pflanze zum Wachsen benötigt. Wie die verschiedenen Frühblüher aussehen, zeigt diese Bilderserie bei ÖkoLeo.