13. Mai 2016 Klimaschutz

Klimaschutzplan in Hessen: Klimaschutz geht nur gemeinsam

Die "Stadt der kurzen Wege", Energie aus Bioabfall, nachwachsende Baumaterialien: Das sind nur drei von 152 Vorschlägen zum Klimaschutz, die in Hessen diskutiert werden.

Hessen will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden, Treibhausgase sollen bis dahin um mindestens 90 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Sie entstehen zum Beispiel, wenn fossile Rohstoffe wie Kohle und Öl verbrannt werden. Treibhausgase wie Kohlendioxid führen dazu, dass sich die Erdatmosphäre aufheizt. Bei zu starker Erwärmung kann es zu gefährlichen Klimaänderungen kommen. Wie der Treibhauseffekt genau funktioniert, kannst du hier bei ÖkoLeo nachlesen.

Um das Klima vor Veränderungen zu schützen, stellt das Land Hessen zurzeit einen Plan auf, den "Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025". Darin wird beschrieben, welche Möglichkeiten es gibt, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Und es wird aufgeführt, was zu tun ist, um diese Möglichkeiten in Hessen umzusetzen. Der Klimaschutzplan in Hessen heißt auch deshalb "Integrierter Klimaschutzplan", weil er neben Klimaschutzmaßnahmen auch Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels enthält. Das Klima verändert sich bereits heute, und die Durchschnittstemperaturen in Hessen werden steigen. Darum müssen sich zum Beispiel Landwirte anpassen, weil manche Pflanzen weniger gut wachsen werden, andere dagegen besser.

Von Mai bis Juni 2016 können alle Vorschläge, die gemeinsam mit Experten entwickelt wurden, im Internet nachgelesen und kommentiert werden. Das ist wichtig, denn Klimaschutz kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten mitmachen. Das Klima schützen können Politik, Verwaltung, Unternehmen – aber auch Vereine, Schulklassen und Familien. Die Internetseite findest du unter: www.klimaschutzplan-hessen.de

Wo "steckt" das Kohlendioxid?

Jede einzelne Person kann Einfluss auf den Treibhausgas-Ausstoß haben, auch wenn man nicht selbst Kohle und Öl im Ofen verbrennt. Vielmehr hängt unsere Energienutzung eng mit den Treibhausgasen zusammen. Denn Strom und Wärme werden noch zum größten Teil mithilfe von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen erzeugt. Daher geht es beim Klimaschutz vor allem um Energie.

Klimafreundlich sind erneuerbare Energiequellen wie Sonne und Wind. Auch Energiesparen ist umweltfreundlich. Wer also viel Rad fährt und zu Fuß geht, lebt in der Regel klimafreundlicher als jemand, der viel mit einem schnellen Auto oder dem Flugzeug unterwegs ist. Je mehr Menschen sich im Alltag klimafreundlich verhalten, desto größer ist die Wirkung auf das Klima.

Im Klimaschutzplan geht es daher viel darum, Energie zu sparen oder erneuerbare Energien zu nutzen. Zum Beispiel sollen Städte und Land fahrradfreundlicher werden. Wohnungen und Unternehmen sollen energiesparend geheizt werden. Die Gewinnung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien soll ausgebaut werden – zum Beispiel soll mehr Biogas aus Bioabfällen erzeugt werden.