01. Juni 2016 Abfall & Recycling

Themenseite: Alles über Abfall: vermeiden, verwerten und richtig beseitigen

Plastiktüten, Verpackungen, Essensreste, leere Batterien, kaputtes Spielzeug: Wir alle erzeugen Abfall, jeden Tag. Aus fast allem, was wir besitzen oder benutzen, wird irgendwann Abfall. In Hessen hat im Jahr 2015 jede Person durchschnittlich 459 Kilogramm Haushaltsabfälle produziert. Das Problem dabei: Abfall belastet die Umwelt.

Auf dieser Themenseite erfährst du, warum es wichtig ist, Abfall zu vermeiden. ÖkoLeo stellt außerdem einige schlaue Möglichkeiten vor, wie Abfälle umweltfreundlich verwertet werden können. Und du findest Tipps, was du selber tun kannst!

Woher kommen die Rohstoffe und die Energie?

Erneuerbare Energien: Unendlich viel Energie für die Zukunft

Egal ob sie aus Plastik sind, Pappe, Holz oder Metall: Irgendwann, ganz am Anfang, mussten alle weggeworfenen Dinge zunächst hergestellt werden. Dabei werden Energie und Rohstoffe benötigt, und das belastet die Umwelt. Übrigens ist auch die Entsorgung von Abfällen oft aufwändig und verbraucht Energie. Hier erfährst du mehr darüber.

Nachhaltigkeit: Immer an die Zukunft denken

Bohrinsel
Plastik wird meist aus Erdöl hergestellt. Die Förderung ist aufwändig. (Bild: Divulgação Petrobras, ABr/ commons.wikimedia.org/ CC BY 3.0 BR)

Als Rohstoffe werden Stoffe bezeichnet, die Menschen der Natur entnehmen, um daraus etwas herzustellen. Viele findet man im Boden, zum Beispiel metallhaltige Gesteine. Aber es gibt auch “nachwachsende” Rohstoffe, zum Beispiel Holz.

Abfall zu vermeiden spart also Rohstoffe und Energie. Es ist ein Beitrag zum sogenannten nachhaltigen Wirtschaften. Als nachhaltig wird etwas bezeichnet, das auch in Zukunft für die Menschen und die Natur verträglich ist. Abfall zu vermeiden hilft dabei, die Schätze der Natur zu erhalten. Mehr zum nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Natur findest du hier.

Aufgebraucht: Was die Erde in einem Jahr verträgt

Die Menschen entnehmen der Natur viele Rohstoffe wie Holz, Kohle oder Erze für die Metallgewinnung. Doch die Menschen nutzen mehr, als der Planet Erde zur Verfügung stellen kann, ohne dass es schadet. Eine amerikanische Umweltschutzorganisation hat den "Earth Overshoot Day" ausgerufen. Das ist Englisch und bedeutet frei übersetzt "Welt-Überlastungstag". Dieser Tag mahnt: Ab heute sind alle Schätze der Natur für dieses Jahr aufgebraucht! Mehr dazu kannst du hier lesen.

Plastik: zu wertvoll zum Verschwenden

Ohne Plastik ist unsere Welt kaum vorstellbar. Was haben Joghurtbecher, Müllsäcke, dein ferngesteuertes Spielzeugauto und Regenjacken gemeinsam? Sie bestehen aus Plastik. Eigentlich ein toller Stoff, weil man so vieles daraus machen kann. Außerdem ist er sehr stabil. Doch er wird meist aus Erdöl hergestellt. Warum Plastik viel zu schade ist, um es nach einmaliger Benutzung wegzuwerfen, kannst du hier nachlesen. 

Weniger ist mehr: Abfall vermeiden

Einkaufen - mal ohne Verpackung

Jutebeutel mit Fahrradmotiv
Ein Jutebeutel mit Fahrrad-Motiv. (Bild: karl-on-sea/ flickr.com/ CC BY 2.0)

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Wenn du für einen Moment darüber nachdenkst, fallen dir bestimmt einige Situationen im Alltag ein, in denen du Abfall vermeiden könntest. Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass manche Dinge im Supermarkt sogar mehrmals eingepackt sind? Oft gibt es ähnliche Produkte, die mit weniger Verpackung auskommen. Und auf Plastiktüten kann man meist sehr gut verzichten, wenn man eigene Taschen oder den Rucksack mitbringt. Es gibt sogar schon Supermärkte, in denen es gar keine Verpackungen gibt. Wie es dort aussieht? ÖkoLeo hat darüber berichtet.

Abfall vermeiden: So geht‘s

Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, um Abfall im Alltag zu vermeiden. ÖkoLeo hat einige Ideen in Bildern vorgestellt.

Am besten ist der Kreislauf: Wie wir mit Abfall umgehen sollten

So ganz lässt sich Abfall manchmal einfach nicht vermeiden. In diesem Fall ist es am besten für die Umwelt, wenn nutzbare Bestandteile wiederverwertet werden.

Bildcollage – Zeitung, Plastikbälle, Abfalltonnen
Bildcollage – Zeitung, Plastikbälle, Abfalltonnen (Bild: Zeitung: barockschloss/flickr.com/CC BY 2.0, Plastikbälle: Dirk Vorderstraße/ flickr.com/CC BY 2.0, Abfalltonnen: Heinz Lang/flickr.com/CC BY-SA 2.0)

Schulbeginn: Umweltfreundlich mit Recyclingpapier

Ein neues Schuljahr bedeutet meist: neue Schreibhefte und Blöcke. Da kann eine Menge Papier zusammenkommen! Besonders umweltschonend ist Recycling-Papier. Das ist Papier, das aus altem Papier hergestellt wird. Wie das funktioniert, steht hier.

Bioenergie: mehr Strom und Wärme aus Abfall

In die Biotonne gehört mehr, als viele Menschen denken. Viele Gemüse- und Obstreste sowie viele andere Abfälle landen bereits darin. Doch es könnte noch viel mehr gesammelt werden. Auch Speisereste gehören in die Biotonne, sogar Knochen und verdorbene Milchprodukte. Klingt zwar unappetitlich, bringt aber eine ganze Menge. Denn aus kompostierbaren Abfällen wird Biogas hergestellt. Es liefert klimafreundlich Strom und Wärme. ÖkoLeo hat darüber berichtet.

Bioenergie: Wie Bakterien Biogas machen

Aus Bioabfällen und anderen Reststoffen und Pflanzen kann man Biogas machen. Wie so eine Biogasanlage funktioniert, erklärt die Expertin Anja Neubauer vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen im Interview.

Die „Aktion Biotonne“

Bioabfall in einer Tonne.
Bioabfall. (Bild: Tim Jewett/ Wikimedia Commons/ CC BY-SA 2.5)

Was gehört eigentlich in die Biotonne? Das ist manchmal gar nicht leicht zu entscheiden. Die „Aktion Biotonne“ klärt darüber auf. Was in die Tonne kommt, erfährst du hier.

Und was passiert mit dem Rest?

Achtung, gefährliche Abfälle!

Wasserhahn
Auch zu Hause kannst Du mithelfen, das Wasser zu schützen. (Bild: Joe Shlabotnik/ flickr.com/ CC BY 2.0)

Bei Abfällen, die Schadstoffe enthalten, ist besondere Vorsicht geboten. Auch sie müssen umweltverträglich beseitigt werden. Das kann je nach Art des Abfalls auf sehr unterschiedliche Weise geschehen. Auf keinen Fall dürfen sie unbehandelt in die Umwelt gelangen. Welche Folgen Schadstoffe im Wasser haben, kannst du hier lesen.

Ohne Boden geht (fast) nichts

Abfälle in der Natur.
Abfälle in der Natur. (Bild: Eli Duke/ flickr.com/ CC BY-SA 2.0)

Auch der Boden muss vor Schadstoffen geschützt werden. Er ist Lebensraum für viele Tiere und die Grundlage für Pflanzen und Leben. Mehr zu den Funktionen des Bodens und den möglichen Gefahren durch spezielle Abfälle steht hier.

Zum Ausprobieren: Aus Alt mach Neu

Was für die einen Abfall ist, können andere oft noch gebrauchen. Wenn aus alten Dingen etwas ganz Neues entsteht, nennt man das „Upcycling“. Probiere es aus! Viele Wegwerfverpackungen bestehen aus stabilem Kunststoff, den man gut verarbeiten kann. ÖkoLeo zeigt Dir, wie Du aus einer leeren Shampoo- oder Duschgel-Flasche ein Etui basteln kannst.