ökoLeo | Lexikon

Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
ökoLeoökoLeo vor blauer Kugel

Lexikon

Wasser, das von Haushaltsgeräten, der Dusche, der Badewanne und Spüle sowie von der Toilette im Kanal landet, bezeichnet man als Abwasser oder Schmutzwasser. Das Abwasser fließt vom Gebäude durch die Kanalisation zur Kläranlage. Dort wird es in zwei Stufen mechanisch und biologisch durch Bakterien gereinigt. Schließlich gelangt es als sauberes Wasser in Bäche oder Flüsse. Auf diese Weise wird das gereinigte Wasser dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt.

Acrylamid ist ein chemischer Stoff, der zur Herstellung von Kunststoffen, so genannten Polyacrylamiden verwendet wird. Acrylamid kann sich auch durch die starke Erhitzung stärkereicher Lebensmittel bilden. Etwa bei Kartoffeln. In rohen Lebensmitteln ist Acrylamid bisher nicht nachgewiesen worden. Auch Kochtemperaturen bis 100 Grad Celsius führten nicht zu erhöhten Acrylamidgehalten in der Nahrung. Forscher stufen Acrylamid als krebsauslösend und erbgutschädigend für den Menschen ein. In größeren Mengen kann Acrylamid auch die Nerven schädigen. Auch Kosmetika können Acryalmid enthalten, das in geringen Mengen vom Körper aufgenommen wird. Und: Beim Rauchen gelangt ebenfalls viel Acrylamid in den Körper.

Dieser Begriff bezeichnet Standorte, an denen der Mensch früher mit gesundheits- oder umweltgefährdenden Stoffen oder Materialien umgegangen ist. Stellen, wo entsprechende Abfälle abgelagert worden sind, bezeichnet man als Altablagerungen. Das können beispielsweise alte oder illegale Mülldeponien mit Abfällen sein, die Boden und Grundwasser gefährden. Standorte, wo einst mit gefährlichen Chemikalien umgegangen wurde, nennt man Altstandorte. Hierzu können ehemalige Fabrikgelände, Werkstätten oder Tankstellen gehören. Die Einstufung eines Geländes als Altlast nimmt die zuständige Behörde vor.

Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 20 Millionen Tonnen Papier verbraucht. Wird Papier oder Pappe entsorgt, dann heißt es Altpapier und landet in der Altpapiertonne. Der Inhalt der Tonne wird regelmäßig von einem Entsorgungsfahrzeug zu einer Altpapiersortieranlage transportiert. Dort werden größere Pappen vom Papier getrennt. Das Altpapier wird dann mechanisch und bei modernen Anlagen auch mittels Kameras und Sensoren von so genannten „Störstoffen“ getrennt. Das sind Dinge, die nicht ins Altpapier gehören. Schließlich kommt das Altpapier lose oder zu Ballen gepresst in die Papierfabrik, wo es zu „neuem“ Papier oder zu Pappe verarbeitet wird. Dann heißt es Recyclingpapier.

Die Bezeichnung „Asbest“ kommt vom griechischen Wort „asbestos“, was „unvergänglich“ bedeutet. Asbest ist eine Sammelbezeichnung für äußerst feinfaserige Mineralien und Gesteine, wie beispielsweise das Mineral Sepentin. Asbeste sind nicht brennbar, sehr biegsam, weisen eine hohe Reißfestigkeit auf und sind sehr beständig gegenüber chemischen Stoffen. Da Asbeste gut zu verarbeiten sind, wurden sie über viele Jahrzehnte in allen möglichen Bereichen technisch genutzt. Beispiele sind Asbestzement (Eternit) feuerfeste Anzüge und Bremsbeläge. Die Asbestfasern erscheinen unter dem Mikroskop als feine Röhrchen oder Nadeln. Gefährlich ist das Einatmen der winzigen Fasern. Denn der Zusammenhang zwischen einer Asbeststaubbelastung der Luft und Lungenkrankheiten gilt als erwiesen. Daher ersetzt man heute Asbest, wo es möglich ist, durch andere Stoffe.

Was „Bio“ sein darf, ist streng geregelt. Seit dem Jahr 1993 schützte die EG-Öko-Verordnung (EG stand für Europäische Gemeinschaft) die Begriffe „Bio“ und „Öko“. Seit dem Jahr 2007 schreibt die EU-Öko-Verordnung vor (EU steht für Europäische Union), wie Biolebensmittel hergestellt und gekennzeichnet werden müssen. In Deutschland gibt es seit dem Jahr 2001 das bekannte Bio-Siegel. Es startete damals mit dem Slogan „Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin". Seit Sommer 2010 gibt es das EU-Bio-Logo. Alle verpackten Biolebensmittel müssen seit dem 1. Juli dieses Logo tragen. Das deutsche Bio-Siegel darf auch weiterhin verwendet werden. Auch beide Kennzeichnungen gemeinsam sind möglich. Bedingung für das Anbringen des EU-Bio-Logos ist, dass die Lebensmittel aus ökologischem Landbau stammen müssen, auch Ökolandbau genannt.

Der Begriff bedeutet „biologische Vielfalt“. Damit ist jedoch nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten sowie die Vielfalt an Lebensräumen gemeint. Biodiversität umfasst somit alles Leben auf der Erde. Durch zunehmende Nutzung natürlicher Ressourcen und die stetige Ausbreitung des Menschen nimmt die Biodiversität weltweit ab. Forscher schätzen, dass zwischen den Jahren 1970 und 2000 die Gesamtzahl der Arten und damit deren genetische Vielfalt um rund 40 Prozent abgenommen hat.

Ist ein brennbares Gasgemisch, das durch den Abbau organischer Substanzen durch Bakterien entsteht. Biogas besteht hauptsächlich aus Methan. Weitere Bestandteile sind beispielsweise Schwefelwasserstoff und Ammoniak, die später entfernt werden. Das Gas wird in einer Biogasanlage hergestellt. Dort wandeln Bakterien organisches Material wie zum Beispiel Gülle, Jauche, Mist oder Klärschlamm in Biogas um. Dieses Gas kann für Fahrzeugmotoren, zum Heizen oder zur Umwandlung in elektrische Energie genutzt werden.

Siehe Biodiversität.

Dieser Müll oder Abfall besteht ausschließlich aus organischen Substanzen. Das können Küchenabfälle, Pflanzenteile oder andere organische Abfälle aus dem Haushalt sein. Diese Abfälle gehören in die braune Biomülltonne. Deren Inhalt wird schließlich kompostiert. Beim Vorgang des Kompostierens (von lateinisch componere = zusammensetzen) werden die Pflanzenabfälle von Tieren, Bakterien und Pilzen zersetzt und es entstehen neue organische und mineralische Stoffe durch die Ausscheidungen der Lebewesen. Das Gleiche passiert in der Natur auf und im Boden.

Boden ist der oberste, belebte sowie mit Wasser und Luft durchsetzte Teil der Erdkruste, der durch länger anhaltende physikalische, chemische und biologische Vorgänge in Abhängigkeit vom Klima entstanden ist. Bei einem Boden kann man unterschiedliche Horizonte erkennen. So folgt unter dem humushaltigen und dunklen obersten Bodenbereich, A-Horizont genannt, meist ein bräunlicher Horizont, der so genannte B-Horizont. Es gibt bei vielen Böden, je nachdem wo sie sich entwickelt haben, noch weitere Horizonte, die immer mit einem Großbuchstaben bezeichnet werden. Boden unterscheidet sich hinsichtlich seiner Struktur und Farbe deutlich vom darunter folgenden Gestein.

Siehe Erosion.

Diese Begriffsschöpfung setzt sich aus den englischen Wörtern für Kreuz und für Einhaltung oder Befolgung zusammen. Im Bereich der Landwirtschaft bedeutet der Begriff die Einhaltung von bestimmten Standards, wenn im Gegenzug finanzielle Beihilfen oder Prämien an den Landwirt gezahlt werden. Diese Standards oder Verpflichtungen beziehen sich auf die allgemeine Betriebsführung, die Tierhaltung, die Sicherheit bei Lebensmitteln und Tierfutter und den Bodenschutz. Die Landwirte werden systematisch oder bei bestimmten Anlässen kontrolliert. Werden dabei Verstöße gegen festgelegte Bestimmungen aufgedeckt, so können Zahlungen bis zu 100 Prozent für ein Jahr oder auch mehrere Jahre gekürzt werden.

Finden Materialien nach ihrer ursprünglichen Nutzung eine neue Verwendung, sagt man dazu Recycling. Auf Deutsch „Wiederverwertung“. Aus Abfall wird ein neuer oder sogenannter Sekundärrohstoff. Doch wenn das neue Produkt von minderwertiger Qualität ist, spricht man von Downcycling. Beispiel: Beton wird in Form von Bauschutt durch zerkleinern zu Schotter. Im umgekehrten Fall spricht man bei der Verwertung von Abfällen von Upcycling. So werden aus gebrauchten Tennisbällen schicke Zahnbürstenhalter.

Der Begriff kommt vom lateinischen „emittere“, was senden oder aussenden bedeutet. Gemeint ist damit der Ausstoß von Stoffen in die Umwelt. Landen die ausgestoßenen Stoffe irgendwo, so spricht man von Immission von lateinisch immittere, das hinschicken oder hineinschicken bedeutet. Im Umweltbereich meint man mit Emission in der Regel den Ausstoß von Schadstoffen. Die Grenzwerte für Emissionen sind im Bundes-Immissionsschutzgesetz festgelegt.

Dieser Handel, auch Emissionsrechtehandel genannt, hat zum Ziel, Luftschadstoffe zu verringern. Dabei legt der Staat die Menge an Schadstoffen fest, welche in einem bestimmten Gebiet und in einer bestimmten Zeit freigesetzt werden dürfen. In diesem Raum ansässige Unternehmen erhalten dann sogenannte Emissionsberechtigungen oder Emissionszertifikate in einer Höhe, die ihrem bisherigen Schadstoffausstoß entspricht. Stößt ein Unternehmen am Ende einer Periode mehr Schadstoffe aus als es Berechtigungen hat, so ist eine Strafzahlung fällig. Um dies zu vermeiden, kann das Unternehmen Zertifikate von einer anderen Firma hinzukaufen, die mit ihren Emissionen deutlich unter der festgelegten Menge liegt.

Dieser Begriff (von lateinisch efficientia, die Wirksamkeit) bezeichnet die Tatsache wie viel Energie benötigt wird, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Etwa um einen Backofen auf 100 Grad Celsius aufzuheizen. Wenn ein anderer Backofen deutlich weniger Energie benötigt, um die gleiche Temperatur zu erreichen, dann hat dieser eine höhere Energieeffizienz.

Siehe nachwachsende Rohstoffe.

Dieser Begriff steht für die Abkehr von fossilen Energieträgern (Öl, Kohle, Erdgas) und der Kernkraft sowie für eine nachhaltige, unabhängige Energieversorgung. Die Energiewende setzt auf Sonnenenergie (Photovoltaik), Wasserkraft, Windenergie, Erdwärme (Geothermie) und Bioenergie (Biogas, Biotreibstoff, Holzfeuerung). Auch Maßnahmen wie Gebäudedämmung und Energiesparen fallen unter den Begriff Energiewende.

Siehe Geothermie.

Damit bezeichnet man Energien, die aus menschlicher Sicht unendlich zur Verfügung stehen oder solche, die in kurzer Zeit wieder verfügbar sind, um sie in Wärme oder elektrische Energie umzuwandeln. Zu ersteren zählen die elektromagnetische Strahlung der Sonne, die Erdwärme sowie die kinetische Energie oder Bewegungsenergie von Wind und Wasser. Wieder verfügbare Energien stammen aus nachwachsenden Rohstoffen wie etwa Holz oder aus der Vergärung von pflanzlichen Abfällen zu Biogas.

Der Begriff stammt vom lateinischen Verb „erodere“, was abnagen bedeutet. Gemeint ist die Abtragung der Erdoberfläche durch Wasser und Wind. In Deutschland ist mit diesem Begriff im Hinblick auf Umweltprobleme hauptsächlich die Abtragung von Boden gemeint. Daher spricht man auch von Bodenerosion. Diese erfolgt durch Wasser, Wind und Pflügen auf Äckern.

Staub umgibt uns überall: in der Natur, im Haus, in der Schule. Schleimhäute und feinste Härchen im Nasen-Rachenraum halten einen großen Teil des Staubs zurück, damit er nicht weiter in den Körper gelangt. Doch feiner Staub wird nicht zurückgehalten und gelangt ungehindert tiefer in den Körper bis zur Lunge. Er hat einen Durchmesser von weniger als zehn Mikrometer (= 0,01 Millimeter). Der feine Staub stammt aus der Natur (zum Beispiel Pollen, Sporen, Bakterien, Gesteinsabrieb) sowie aus den Motoren von Dieselfahrzeugen oder zum Beispiel aus Schornsteinen. Auch der Abrieb von Reifen erzeugt Feinstaub. Die Quellen sind überaus zahlreich. Bei der Verbrennung von Dieselkraftstoff entsteht ein ganz extremer Feinstaub aus Russ. Sein Durchmesser ist kleiner als 0,05 Mikrometer.

Die Buchstaben FFH stehen für Fauna (Tiere), Flora (Pflanzen) und Habitat (Lebensraum). Dabei handelt es sich um eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union. Sie wurde im Jahr 1992 für ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten beschlossen, auch Natura 2000 genannt. Ziel ist der Länder übergreifende Schutz von vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume.

Das ist ein Wirkstoff, der zur Bekämpfung von schädlichen Pilzen eingesetzt wird. Das Wort kommt vom lateinischen Fungus, was Pilz heißt. Fungizide können chemische oder biologische Substanzen sein. Sie werden gegen Pilze auf Pflanzen, Textilien und beispielsweise auf der Haut von Tieren und Menschen eingesetzt, wenn sich dort ein Hautpilz eingenistet hat. Fungizide können bei allen Organismen innerlich und äußerlich angewendet werden.

Das ist ein umstrittenes Verfahren in der Biotechnologie. Denn dabei wird in das Erbgut von Lebewesen eingegriffen, um zum Beispiel Pflanzen gegen bestimmte Schädlinge oder Krankheiten immun zu machen. Seit dem Jahr 2004 gibt es in der Europäischen Union eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Fleisch, Milchprodukte und Eier von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter gefressen haben, müssen nicht gekennzeichnet werden.

Man spricht auch von Erdwärme. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern gé für Erde und thérmos für warm zusammen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Erdwärme zu nutzen. Eine Möglichkeit ist die Nutzung von warmem Quellwasser, das von selbst an die Erdoberfläche kommt. Man spricht von Thermalquellen. Das warme Quellwasser kann zum Heizen von Gebäuden genutzt werden. Durch Bohrungen kann Erdwärme durch Wärmepumpen oder in geothermischen Kraftwerken gewonnen und genutzt werden.

Als Grundwasser bezeichnet man Wasser, das unterirdisch Poren und Klüfte in Locker- und Festgesteinen zusammenhängend ausfüllt. Die Fließbewegung des Grundwassers wird nahezu ausschließlich von der Schwerkraft bestimmt. Grundwasser ist ein Teil des natürlichen Wasserkreislaufes und bildet sich durch die Versickerung von Niederschlägen und oberirdischer Gewässer ständig neu. Es fließt genau wie Bäche und Flüsse in Richtung des größten Gefälles, jedoch sehr viel langsamer. In Kies zum Beispiel zwischen fünf und 20 Meter am Tag. Grundwasser hat aufgrund seiner geschützten Lage und der Selbstreinigungskräfte des geologischen Untergrundes meist eine hervorragende Qualität. Daher wird es zur Trinkwassergewinnung genutzt. Das geschieht entweder aus natürlichen Quellen, die dafür gefasst werden, oder mit Brunnen und Pumpschächten.

Darunter versteht man Substanzen, die „Unkräuter“ in der Landwirtschaft oder im Zierpflanzenbau abtöten sollen. Das kommt vom lateinischen Wort „herba“, das Gras oder Kraut bedeutet. Es gibt Herbizide, die gegen bestimmte Pflanzen wirken und solche, die gegen viele „störende“ Pflanzen eingesetzt werden. Zu diesen sagt man auch Breitbandherbizide.

Darunter versteht man alle Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung bei Hochwasser an Flüssen und Bächen. Das Bundesministerium für Umwelt, das Umweltbundesamt und andere Institutionen haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, den Hochwasserschutz in den Gemeinden und die Zusammenarbeit zwischen Städten und Gemeinden in den Einzugsgebieten von Fließgewässern zu fördern. Man soll den Flüssen mehr Raum geben, Hochwasser dezentral zurück halten und die Entwicklung von Siedlungen entsprechend steuern, um Schäden zu verringern.

Aus Autos, Fabriken oder etwa aus Flugzeugen gelangen Schadstoffe in die Luft. Man nennt dies Emission. Der Begriff kommt vom lateinischen „emittere“, was senden oder aussenden bedeutet. Gemeint ist damit der Ausstoß von Stoffen in die Umwelt. Landen die ausgestoßenen Stoffe irgendwo in der Umwelt, so spricht man von Immission von lateinisch immittere, das hinschicken oder hineinschicken bedeutet. Schadstoffe werden also als Emission freigesetzt und schließlich als Immission abgelagert.

Siehe nachwachsende Rohstoffe.

Ein Insektizid ist ein Mittel zur Abtötung oder Vertreibung von schädlichen Insekten an Nutz- oder Zierpflanzen. Es wird auch Pestizid genannt (siehe dort). Insektizide werden im privaten Bereich und in der Land- und Forstwirtschaft verwendet.

Anders als beim Wetter, das sich stündlich ändern kann, sind Änderungen des Klimas eine langfristige Sache. Denn Klima ist durch den mittleren Zustand der Atmosphäre über einen längeren Zeitraum an einer beliebigen Stelle der Erdoberfläche gekennzeichnet. An dieser Stelle sind alle Wetterereignisse möglich, die über diesen längeren Zeitraum festgestellt beziehungsweise gemessen wurden. Das Klima wird durch die durchschnittlichen Jahrestemperaturen und -niederschläge, die Breitenlage, die Höhenlage, den Verlauf von Tälern, der Lage zum Meer und zu Meeresströmungen, der Himmelsrichtung, der Bodenbedeckung mit Pflanzen und zum Beispiel durch die Dichte der Besiedlung bestimmt.

Beim Vorgang des Kompostierens (von lateinisch componere = zusammensetzen) werden leicht verrottbare Pflanzenabfälle unter Einfluss von Luftsauerstoff von Tieren, Bakterien und Pilzen zersetzt und es entstehen neue organische und mineralische Stoffe durch die Ausscheidungen der Lebewesen. Das fertige Produkt ist der Kompost. Das Gleiche passiert in der Natur auf und im Boden. Kompost eignet sich zur Verbesserung und Düngung des Bodens im Garten und in der Landwirtschaft. Für den privaten Bereich gibt es fertige Komposter im Handel. Pflanzenabfälle aus Grünschnittsammelstellen werden in Kompostierungsanlagen verarbeitet.

Zuviel Lärm schadet der Gesundheit. Neben akuten Schäden des Gehöhrs kann anhaltende Lärmbelastung zu Langzeitfolgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Dauerhafte Lärmbelastung kann durch Baulärm, Straßen-, Schienen- oder Flugverkehr entstehen. Bei der Genehmigung von Gewerbe- und Industrieanlagen gelten in Deutschland die Auflagen der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm).

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (kurz MHD) bei verpackten Lebensmitteln bedeutet, dass das Produkt bis zu diesem Datum in seiner Qualität unverändert ist, wenn es richtig gelagert wird. Anders gesagt: Bei Erreichen dieses Datums ist die Haltbarkeit des Produktes eigentlich noch nicht abgelaufen. Hersteller gehen auf Nummer sicher. Deshalb liegt zwischen dem Mindesthaltbarkeitsdatum und der tatsächlich zu erwartenden Ungenießbarkeit eines Lebensmittels bei korrekter Lagerung eine recht große Zeitspanne.

In solch einem Kraftwerk werden Restmüll und Sperrmüll verbrannt. Mit der dabei entstehenden Wärme werden Wohnungen oder Häuser über Fernwärmeleitungen geheizt. Mitunter wird in einem Müllheizkraftwerk mit der Wärme Wasser verdampft, wobei dessen Energie über Turbinen in elektrische Energie umgewandelt wird. Daher sagt man auch, der Müll wird thermisch verwertet. Zurück bleibt die Asche, die als Schlacke bezeichnet wird. Daraus werden noch nicht verbrannte Metalle gewonnen und wiederverwertet. Der Rest wird deponiert oder als Wegebaumaterial auf Deponien verwendet.

Vom Mittelalter bis zur Neuzeit wurde in Mitteleuropa Raubbau am Wald betrieben. Die Wälder waren verwüstet, abgeholzt und es drohte eine Energiekrise, weil Holz über Jahrhunderte die wichtigste Energiequelle war. Schon im Jahr 1713 formulierte Hans Carl von Carlowitz (1645–1714) in seinem Werk über die Forstwirtschaft „Sylvicultura oeconomica, oder haußwirthliche Nachricht und naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht“ den Begriff „Nachhaltigkeit“. Gemeint war und ist, dass nur soviel Bäume gefällt werden dürfen wie andere Bäume nachwachsen. Nachhaltigkeit bedeutet also allgemein, dass man nur soviel von etwas verbraucht wie es sich regenerieren kann.

Diese Rohstoffe stammen aus forst- und landwirtschaftlicher Produktion oder bestehen aus organischen Abfällen. Sie werden entweder zum Verfeuern (Holz, Biogas und Biokraftstoff aus Pflanzenmaterial) oder zur Herstellung von Stoffen genutzt, so etwa für Textilien. Pflanzen und pflanzliche Abfälle, die zu Brennstoff werden, heißen auch Energiepflanzen. Diejenigen zur Herstellung von Stoffen nennt man Industriepflanzen.

Ein Nationalpark ist ein ökologisch wertvolles, streng geschütztes Gebiet, in dem die Natur erhalten und sich selbst überlassen werden soll. Die Nationalparkidee stammt aus den USA. Dort wurde 1872 mit dem Yellowstone Nationalpark der weltweit erste Nationalpark gegründet. Der 1970 gegründete Nationalpark Bayerischer Wald war der erste Nationalpark in Deutschland. Inzwischen gibt es 14 Nationalparke in Deutschland. Der jüngste ist der 2004 in Hessen gegründete Nationalpark Kellerwald-Edersee mit einer Fläche von knapp 6.000 Hektar.

Siehe FFH-Richtlinie.

Naturparks sind geschützte Landschaften, die sich durch die Nutzung und Bewirtschaftung durch den Menschen über lange Zeiträume entwickelt haben. Sie sollen der Erholung und dem Tourismus dienen und sind deutlich größer als Naturschutzgebiete. Innerhalb eines Naturparks können sich Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete befinden. Im Naturpark darf auch Land- und Forstwirtschaft betrieben werden. Der Schutz ist nicht so streng wie in einem Naturschutzgebiet.

Ein Naturschutzgebiet ist eine ausgewiesene Fläche, in der die Landschaft, die Tiere und die Pflanzen streng geschützt sind. Damit soll ein abgegrenztes und unter Naturschutz gestelltes Ökosystem so erhalten werden wie es ist. Die gesetzliche Grundlage für die Ausweisung eines Naturschutzgebietes ist das deutsche Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). In Naturschutzgebieten ist alles verboten, was zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebietes in Teilen oder im Ganzen führen kann. Auch die landwirtschaftliche Nutzung, das Betreten abseits von Wegen, die Entnahme von Pflanzen, Campen und das Entfachen von Feuer sind in Naturschutzgebieten in der Regel untersagt. Naturschutzgebiete sind verbindlich festgelegt. Das heißt, sie können nicht durch andere Interessen der Allgemeinheit rückgängig gemacht werden. In Deutschland gibt es mehr als 5.000 Naturschutzgebiete auf einer Fläche von über 6.000 Quadratkilometern.

bedeutet, dass die Erzeugung von Nahrungsmitteln umweltschonend erfolgt. Ökolandbau, man spricht auch von ökologisch kontrolliertem Anbau, verzichtet auf Kunstdünger, Gentechnik und umwelt- und gesundheitsschädliche Pflanzenschutzmittel. Bei der Tierhaltung werden keine Antibiotika und Hormone eingesetzt. Die Tiere müssen artgerecht gehalten werden. Produkten aus ökologischem Landbau dürfen auch im Nachhinein keine Zusatzstoffe verabreicht werden. Etwa Geschmacksverstärker oder künstliche Aromen.

Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern „oikos“ (= Haus) und „logos“ (= Lehre oder Wissenschaft) zusammen. Ökologie ist die Wissenschaft von den Wechselbeziehungen zwischen belebter und unbelebter Natur. Beispielsweise zwischen Tieren oder Pflanzen und der Landschaft. Ein per Definition abgegrenzter Raum auf der Erde (zum Beispiel der tropische Regenwald oder ein Moor) ist ein Ökosystem. In der Umgangssprache, in der Werbung und in den Medien werden oft die Begriffe „Ökologisch“ oder „Öko“ gebraucht. Das hat mit der Wissenschaft nichts zu tun und meint soviel wie umweltfreundlich.

Siehe Oekologie.

Orkane sind außertropische Wirbelstürme oder Sturmtiefs. Man nennt sie auch Winterstürme. West- und Mitteleuropa werden von ihnen relativ häufig heimgesucht. Wie der Name bereits sagt, treten Winterstürme besonders im Winter, aber auch im Herbst auf. Denn Voraussetzung für ihre Entstehung sind starke Temperaturunterschiede zwischen den Subtropen und den Polargebieten. Je größer der Temperaturunterschied ist, desto gewaltigeren Umfang bekommen die Wirbelstürme. Und in der kalten Jahreszeit ist dieser Temperaturgegensatz mehr als doppelt so groß wie im Sommer. Die Windgeschwindigkeiten von Orkanen sind zwar geringer als die von Hurrikans, jedoch entwickeln Winterstürme breitere Sturmfelder und legen größere Entfernungen pro Tag zurück. Tagesstrecken von 1000-2000 Kilometern sind keine Seltenheit. Sie können somit für die dicht besiedelten Gebiete unserer Breiten eine große Bedrohung darstellen.

Das ist ein Gebäude, das durch eine bestimmte Bauweise und sehr gute Wärmedämmung keine normale Heizung braucht. Die Wärme in einem Passivhaus entsteht durch die Sonne, die durch große, mehrfach verglaste Fenster scheint, durch die Körperwärme von Personen und durch die Wärme von technischen Geräten. Dazu gibt es eine besondere Isolation der Wände und des Daches. Geheizt wird mit einer Wärmepumpe (siehe dort), die auch Frischluft zuführt. Passivhäuser fallen meist durch ihre sehr moderne Bauweise auf.

Dabei handelt es sich um ein Pflanzenschutzmittel, das gegen tierische Schädlinge eingesetzt wird. Das kommt vom lateinischen Wort pestis, das Seuche oder Geißel bedeutet. Pestizide töten und vertreiben Schädlinge oder verhindern ihre Vermehrung beziehungsweise ihr Wachstum. Sie werden in der Landwirtschaft, in der Zierpflanzenzucht und im privaten Bereich eingesetzt. So zum Beispiel gegen Blattläuse und andere saugende Insekten.

Das ist die Abkürzung von “Regulation concerning the Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals”. Es ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Zulassung, Bewertung und Beschränkung von Chemikalien. Sie soll Schutz für die Gesundheit und die Umwelt vor Chemikalien sicherstellen. Es gibt diese Verordnung seit dem Jahr 2007. Hersteller, Importeure und Institutionen, die Chemikalien anwenden oder vertreiben, müssen gemäß dieser Verordnung sicherstellen, dass keine Gefahr von den Chemikalien ausgeht.

Unter diesem Begriff wird die Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen verstanden. Bäche und Flüsse werden beispielsweise renaturiert, indem man Begradigungen zurückbaut und dem Gewässer wieder ein natürliches Erscheinungsbild verleiht. Dadurch soll die Hochwassergefahr gemindert und ursprüngliche Tier- und Pflanzenarten angesiedelt werden.

Als Restmüll bezeichnet man Abfälle, die aufgrund ihrer Verunreinigung oder Vermischung mit anderen Abfällen nicht mehr wiederverwertet werden können. So zum Beispiel Zigarettenkippen, Tapetenreste, Windeln oder Staubsaugerbeutel. Restmüll wird vor der Deponierung chemisch-biologisch behandelt (Gewinnung von Biogas) oder verbrannt (Gewinnung von Strom und Fernwärme). Bei der Verbrennung von Restmüll bleibt die sogenannte Schlacke zurück, aus der mit Magneten noch verwertbare Metalle gewonnen werden können.

Der aus dem Englischen entlehnte Begriff Recycling meint den Vorgang, bei dem aus Abfall ein neuer Stoff wird. So etwa Recyclingpapier aus Altpapier. Recycling ist ein moderner Begriff, aber nichts Neues. In früheren Jahrhunderten wurden alte Stoffe (Lumpen) zu neuem Papier verarbeitet. Auch Metalle wurden wiederverwertet. Am Prinzip des Sammelns und Wiederverwertens hat sich im Laufe der Jahrhunderte nichts Wesentliches geändert. Lediglich die Dimensionen. Was früher mühsam eingesammelt und transportiert wurde, landet heute in Müllfahrzeugen und wird anschließend in großen Hallen oder auf großen Plätzen sortiert, aussortiert und der Industrie wieder zugeführt.

Alle Stoffe, die man aus wirtschaftlichem Nutzen der Natur entnimmt, bezeichnet man als Rohstoffe. Zum Beispiel Wasser, Mineralwasser oder Thermalwasser aus heißen Quellen, das zum Heizen von Gebäuden verwendet wird. Doch beim Wasser spricht man nicht von einem Rohstoff. Natürlich ist auch Holz ein Rohstoff. Hier heißt es „nachwachsender Rohstoff“. Unter Rohstoff alleine versteht man stets die mineralischen Rohstoffe. Mineralische Rohstoffe werden zum Bauen und als Grundlage für Produkte der chemischen Industrie gebraucht. So etwa für die Herstellung von Dünger, Zement oder Keramik.

In der Wohnung oder im Haus bildet sich viel Luftfeuchtigkeit. Die Bewohner selbst erzeugen Feuchtigkeit, weil sie atmen und schwitzen, aber auch Kochen, Waschen, Duschen, Baden und sogar die Zimmerpflanzen sorgen für viel Wasserdampf in den Räumen. Da kommen schnell mehrere Liter Wasser zusammen. In einem älteren Gebäude können die Wände so kühl sein, dass sich der Wasserdampf an ihnen niederschlägt. Dadurch werden Tapeten und Putz feucht. Das ist ein idealer Lebensraum und Nährboden für Schimmelpilze. Auch in gut isolierten Neubauten ohne kalte Wände kann Schimmel auftreten, wenn die Luftfeuchtigkeit auf Dauer zu hoch ist. Beim Lüften Fenster kurz und weit öffnen und für Durchzug sorgen. Man spricht auch vom Stoßlüften. Dreimal am Tag sollten die Fenster für fünf Minuten ganz weit geöffnet werden. Die Dauerkippstellung bringt nicht viel Erfolg und außerdem geht viel zuviel Wärme verloren.

Über Großstädten und Industriegebieten gelangen viele Staubkörner und Ruß in die Luft. Sie bilden so genannte Kondensationskerne, welche die Nebelbildung fördern. Wenn sich Nebel gebildet hat, vermischt er sich mit den Abgasen von Autos und Schornsteinen. Hinzu kommen meist noch erhöhte Ozonwerte. Diese dunstige Mischung wird „Smog“ genannt. Das Wort „Smog“ ist ein Kunstwort. Es setzt sich aus den englischen Worten „smoke“ für Rauch und „fog“ für Nebel zusammen. Der klassische Smog, der Winter-Smog, aus schwefelhaltigen Abgasen, Russpartikeln und Nebel war und ist bis heute weltweit ein Problem von Ballungsgebieten. Smog bewirkt beim Menschen Atemwegserkrankungen und Kreislaufstörungen. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Sterblichkeitsrate bei alten Menschen an Smogtagen um etwa 15 Prozent höher als normal.

Darunter versteht man den Schutz von Menschen und der Umwelt vor schädlichen Strahlen. Etwa vor der radioaktiven Strahlung bei Atomkraftwerken, beim Röntgen oder der elektromagnetischen Strahlung bei Mobilfunkanlagen. Der Schutz vor schädlichen Strahlungen wird in mehreren Gesetzen geregelt. So im Atomgesetz, im Strahlenschutzvorsorgegesetz, in der Röntgenverordnung und in der Strahlenschutzverordnung.

Auf einer Streuobstwiese stehen Obstbäume „verstreut“ in der Landschaft. Es handelt sich meistens um große, hochstämmige Bäume. Viele von ihnen sind schon einige Jahrzehnte alt. Die Streuobstwiese ist eine Form des Obstbaus. Im Gegensatz zu einer Obstplantage mit kleinen, niederwüchsigen Bäumen nutzt man in einer Streuobstwiese nicht nur die Bäume, sondern auch die Wiese oder den Acker darunter. So weiden auf dem Grünland beispielsweise Kühe, Schafe oder Pferde. Die Bäume werden nicht mit Dünger oder Pflanzenschutzmitteln behandelt. Das Obst wächst ganz natürlich. Typisches Streuobst sind Äpfel, aber auch Birnen, Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen, Quitten, Kirschen, Nüsse, Speierling, Mispel und Elsbeere. In Streuobstwiesen findet man auch sehr alte Obstsorten, die es im Supermarkt nicht gibt.

Die Erdwärme kann man nahe der Erdoberfläche mittels Wärmepumpen nutzen. Neben dieser flachen Geothermie, die bis eine Tiefe von 400 Metern reicht, gibt es die tiefe Geothermie für größere Kraftwerke ab 400 bis über 2000 Metern Tiefe. Hierbei gibt es zwei Systeme. Entweder man bohrt in Bereiche mit heißem Grundwasser oder man schickt kaltes Wasser in heiße Bereiche im Untergrund, was man als Hot Dry Rock Geothermie bezeichnet. Das erste geothermische Kraftwerk überhaupt nahm seinen Betrieb im Jahr 1904 in der italienischen Stadt Larderello auf.

Dieser soll Tieren im Umgang mit dem Menschen ein möglichst artgerechtes Leben ohne Schäden und Leiden ermöglichen. Tierschutz betrifft die private und die gewerbliche Tierhaltung und wird gesetzlich im Tierschutzgesetz geregelt. Damit soll einem Missbrauch von Tieren entgegengewirkt werden.

Die Gewinnung von Trinkwasser erfolgt überwiegend aus Grundwasserreservoirs, den so genannten Porengrundwasserleitern aus Kiesen und Sanden in den großen Flusstälern, aber auch aus Spalten und Klüften in Festgesteinen der Gebirge. Trinkwasser ist also Grundwasser. Die Anforderungen an die Trinkwasserqualität werden in Deutschland seit dem 1. Januar 2003 nach der europäischen Trinkwasserrichtlinie umgesetzt. Diese europäische Trinkwasserrichtlinie stellt den höchsten internationalen Standard für die Qualität des Trinkwassers dar. Die Qualität des Trinkwassers wird ständig von den Wasser- oder Stadtwerken überwacht. Es ist das am besten überwachte Lebensmittel. Und wenn man kein "Sprudelwasser" aus dem Getränkehandel mag, dann ist das Leitungswasser eine gesunde und preiswerte Alternative.

Siehe Downcycling.

Eine Umweltzone ist ein Stadtgebiet in dem nur motorisierte Fahrzeuge fahren dürfen, die umweltfreundliche Abgasstandards einhalten. Diese Fahrzeuge erhalten je nach Schadstoffausstoß eine farbige Plakette (gelb, rot oder grün). Auf eine Umweltzone wird mit entsprechender Beschilderung hingewiesen. Hintergrund ist eine hohe gesundheitsschädliche Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung in innerstädtischen Bereichen durch den Straßenverkehr. Fahrzeuge ohne Plakette dürfen nicht in die Umweltzone fahren.

Es steht auf verpackten, leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleisch oder Fisch. Der Aufdruck auf der Verpackung lautet: „Zu verbrauchen bis …“. Im Gegensatz zum Mindesthaltbarkeitsdatum sollte das entsprechende Lebensmittel nach Ablauf des Verbrauchsdatums umgehend entsorgt werden, um gesundheitliche Gefahren zu vermeiden.

Beim Neubau von Häusern verwendet man heute nur soviel Baustoffe wie es von Seiten der Statik notwendig ist. Daher wurden die Wände von Wohnhäusern im Laufe der Zeit dünner. Dünnere Wände bedeuten Wärmeverlust. Deshalb müssen Neubauten einen Vollwärmeschutz erhalten. Dieser kann je nach Haustyp und Baumaterial ganz unterschiedlich ausfallen. Gängig ist bei vielen Neubauten das Einpacken des Hauses mit Styropor-Platten. Wenn bei älteren Häusern ohne Wärmeschutz größere Erneuerungen notwendig werden, muss auch eine Dämmung aufgebracht werden. Auch wenn es einen neuen Eigentümer gibt oder etwa Wohnraumerweiterungen vorgenommen werden. Das schreibt die 2002 in Kraft getretene Energieeinspar-Verordnung (EnEV) vor, die in den Jahren 2007 und 2009 weiter verschärft wurde. Wärmedämmung hilft, Energieträger wie Heizöl, Erdgas, Kohle oder Holz einzusparen.

Ab etwa 15 Meter unter der Geländeoberfläche herrscht über das ganze Jahr eine Temperatur von rund zehn Grad Celsius. Diese eigentlich recht niedrige Temperatur reicht aus, um ein Haus zu heizen. Eine Flüssigkeit, die im Untergrund durch ein Rohr zirkuliert, wird dazu gebracht, in den gasförmigen Zustand überzugehen. Dabei nimmt sie die Wärme des Untergrundes auf. Das Gas wird anschließend verdichtet, wodurch wieder Wärme abgegeben wird. Und zwar deutlich mehr als aufgenommen wurde, weil einem physikalischen Prinzip zufolge bei höherem Druck die Temperatur steigt. Das können bei Wärmepumpen über 70 Grad Celsius sein. Die erzeugte Wärme wird danach der Heizung zugeführt. Das Ganze funktioniert in einem Kreislauf.